Internationale Beziehung
Russland wirft USA Einmischung in bevorstehende Parlamentswahl vor

Russland hat den USA eine Einmischung in die russische Parlamentswahl in rund einer Woche vorgeworfen. Es geht um die App des Kreml-Kritikers Nawalny.

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Die Vorwürfe kommen aus dem Aussenministerium, dem Sergej Lawrow vorsteht.

Die Vorwürfe kommen aus dem Aussenministerium, dem Sergej Lawrow vorsteht.

Apa

Die App «Smarte Abstimmung» des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny etwa sei «auf die ein oder andere Art mit dem Pentagon verbunden», sagte die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, am Samstag im Staatssender Radio Rossii.

Über die «smarte Abstimmung» rufen Nawalnys Unterstützer die Russen bei der Wahl vom 17. bis zum 19. September zur Protestabstimmung gegen die Kremlpartei Geeintes Russland auf. Die dazugehörige Homepage ist seit einigen Tagen in Russland blockiert. Die Behörden haben zudem den Internet-Suchmaschinen Google und Yandex untersagt, den Begriff «Smarte Abstimmung» in Suchergebnissen anzuzeigen.

Die Politologin Tatjana Stanowaja wertete Sacharowas Aussagen als Versuch, die «smarte Abstimmung» zu einem Thema nationaler Sicherheit zu machen. So könnten die russischen Behörden längerfristig weitreichender gegen die Protestwahl-Aufrufe von Nawalnys Team vorgehen, schrieb Stanowaja auf Telegram.

Sacharowa verwies ausserdem auf ein Gespräch zwischen Russlands Vize-Aussenminister Sergej Rjabkow und dem US-Botschafter in Moskau, John Sullivan, am Freitag. Sullivan sei erklärt worden, dass die russische Seite «unwiderlegbare Beweise» für Gesetzesverstösse durch US-amerikanische Internetriesen im Zusammenhang mit der bevorstehenden Dumawahl habe, hiess es in einer Mitteilung. Von US-Seite gab es zunächst keine Reaktion auf die Vorwürfe. (dpa)

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