Rassismus
«Ich halte nicht aus, wie ihr uns behandelt»: Zianna (9) erschüttert mit ihrer Rede die USA

Das Mädchen hielt vor dem Stadtrat von Charlotte unter Tränen eine Ansprache gegen Rassismus. In der US-Stadt ist vor bald zwei Wochen ein schwarzer Familienvater bei einem Polizeieinsatz erschossen worden.

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«Ich bin hierher gekommen, um darüber zu sprechen, wie ich mich fühle», beginnt Zianna Oliphant ihre Rede. Denn: Sie habe das Gefühl, Schwarze würden anders behandelt – und das nur wegen ihrer Hautfarbe.

In der Stadt Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina war es zu heftigen Protesten gekommen, nachdem der 43-jährige Familienvater Keith Lamont Scott am 16. September bei einem Polizeieinsatz gegen einen anderen Verdächtigen auf einem Parkplatz vor einer Wohnsiedlung erschossen worden war.

«Mach weiter!»

Doch dann verstummt das Mädchen, schaut zu Boden. «Hör nicht auf!», fordern Rufe aus dem Publikum.

Und so schaut Zianna wieder auf und fährt unter Tränen fort. «Wir sind schwarz, aber wir müssen uns nicht so fühlen», sagt sie.

Nach einigen Sätzen bricht sie wieder ab. Applaus kommt auf. «Mach weiter!», hört man Bürgermeisterin Jennifer Roberts sagen.

«Und ich bin wütend»

Und dann beendet das neunjährige Mädchen aus Charlotte ihre Rede gegen Rassendiskriminierung und Polizeigewalt. Ihre letzten Worte gehen bereits im Beifall unter: «Und ich bin wütend.»

Bereits sechs Tage nach den tödlichen Schüssen hielt Zianna Oliphant ihre Rede vor dem Stadtrat von Charlotte. Doch jetzt erst verbreitet sich das Video davon wie ein Lauffeuer und weit über die Landesgrenzen hinaus. (smo)

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