Sebastian Kurz
«Baby-Hitler töten»: Magazin provoziert mit diesem Sujet nach Rechtsrutsch in Österreich

Das deutsche Satire-Magazin «Titanic» lehnt sich nach den Wahlen in Österreich weit aus dem Fenster: Sie vergleichen Sebastian Kurz der konservativen ÖVP mit Hitler.

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Mit diesem Bild provoziert das Titanic-Magazin.

Mit diesem Bild provoziert das Titanic-Magazin.

Twitter: Titanic

Bei den gestrigen Wahlen in Österreich ist es zu einem Rechtsrutsch gekommen. Die konservative ÖVP um Sebastian Kurz und die FPÖ von Heinz-Christian Strache kommen zusammen auf über 50 Prozent der Stimmen. Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass Senkrechtstarter Sebastian Kurz das Kanzleramt übernehmen wird.

Genau beobachtet wurden die Wahlen auch in Deutschland. Unter anderem auch vom «Titanic-Magazin». Mit einem Sujet hat sich das Satire-Magazin ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt. Darauf zu sehen ist Sebastian Kurz, der mit Hitler verglichen wird. Es sei nun «endlich möglich», in der Zeit zurückzureisen und «Baby-Hitler» zu töten. Auf der Brust des ÖVP-Chefs prangt ein Fadenkreuz.

Für einige ist mit diesem Sujet die Grenze des guten Geschmacks weit überschritten worden. Auf Nachfrage eines Twitter-Users, ob dies nicht strafbar sei, gab die Polizei Wien bekannt, dass man die «zuständige Stelle» informiert habe.

Bereits vor den Wahlen zündelte «Titanic». Man verglich die Vorgänge in Österreich mit jenen in Katalonien und schrieb dazu: «Alarm im Deutschen Reich!» Eine Anspielung auf die Zeit, als Österreich zu Hitler-Deutschland gehörte.

Gestern Abend verschickte bereits das Magazin «Extra 3» einen provokativen Tweet. Aufgrund des guten FPÖ-Ergebnisses bauten die Satiriker das Wiener Riesenrad kurzerhand in ein Hakenkreuz um. (cma)

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