Weltkatzentag
Abholzung des Regenwaldes auf Borneo bedroht seltene Katzenarten

Die fortschreitende Zerstörung des Regenwaldes auf Borneo droht zahlreiche seltene Katzenarten auszurotten. Davor hat die Umweltorganistion WWF einen Tag vor dem Weltkatzentag am 5. August gewarnt. Viele Arten lebten sehr zurückgezogen und seien noch gar nicht richtig erforscht worden.

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Vom WWF 2006 entdeckt: der Nebelparder, neofelis nebulosa (Archiv)

Vom WWF 2006 entdeckt: der Nebelparder, neofelis nebulosa (Archiv)

Keystone

Der WWF rief die Borneo-Staaten Indonesien, Malaysia und Brunei zu klaren Regeln auf, wie die Wälder nachhaltig genutzt und erhalten werden können. Der grösste Teil Borneos gehört zu Indonesien, dort sind illegale Holzfäller teils im grossen Stil im Einsatz.

Jedes Jahr verschwinden nach Angaben des WWF in Indonesien - vor allem auf Borneo und Sumatra - 13 Millionen Hektar Wald. Der Wald wird durch Brände, Abholzung und Umwandlung in Plantagen vernichtet.

Forscher haben auf Borneo bislang 24 Beutegreifer entdeckt und wissenschaftlich beschrieben. Dazu gehören der 2006 als eigene Art klassifizierte Sunda-Nebelparder und die scheue, seltene Borneokatze. Weitere Kleinraubtiere sind nach WWF-Angaben der Borneo-Sonnendachs, der Sunda-Stinkdachs, die Otterzivette oder der Haarnasenotter.

Beutegreifer regulieren nach Angaben des WWF den Bestand der Beutetiere und tragen so zum Gleichgewicht im Ökosystem bei. Wenn eine Art ausstirbt, könne das unvorhergesehene Folgen haben.