Trotz der kürzlich eröffneten Asylunterkünfte im Kurhaus Balmberg und in der GOPS Grenchen hat der Kanton entschlossen weitere Unterbringungsplätze einzurichten.

Begründet wird der Entscheid mit den auch für das Jahr 2016 zu erwartenden hohen Zahl an Asylgesuchen. Der Gemeinderat Gretzenbach hat entschieden, dem Kanton die Zivilschutzanlage Täli für die Unterbringung von Asylsuchenden mietweise zur Verfügung zu stellen. Das teilt die Staatskanzlei am Donnerstag in einem Mediencommuniqué mit.

Darin steht weiter geschrieben «Die unterirdische Anlage Täli ist vor allem für die Unterbringung von allein reisenden Männern geeignet.»  Die operative Betreuung und Führung der Unterkunft und die Aufsicht rund um die Uhr hat der Kanton der Firma ORS Service AG (ORS) übertragen. Die ORS betreut bereits alle andern kantonalen Durchgangszentren. 

Eine Begleitgruppe werde den Betrieb beaufsichtigen und unterstützen. «Sie besteht aus Vertretungen der Gemeinde, des Kantons, der Kantonspolizei und der Firma ORS.» Für Anliegen aus der Bevölkerung werde mit der Inbetriebnahme eine Hotline eingerichtet. 

In der Medienmitteliung wird betont: «Die Gemeinde Gretzenbach wird durch den Betrieb der Unterkunft weder personell noch finanziell belastet.» (jos)