Zusammenschluss

Raiffeisen Biberist und Recherswil-Gerlafingen-Koppigen fusionieren

Die Raiffeisenbank-Filiale in Biberist

Die Raiffeisenbank-Filiale in Biberist

Darüber wurde schon im Vorfeld spekuliert. Nun ist es offiziell: Die Raiffeisenbanken Biberist und Recherswil-Gerlafingen-Koppigen planen einen Zusammenschluss.

Die Raiffeisenbanken Biberist und Recherswil-Gerlafingen-Koppigen planen einen partnerschaftlichen Zusammenschluss. Dieser erfolge heute noch aus einer Position der Stärke, wie die Verantwortlichen in einer Medienmitteilung schreiben. Erste Punkte der Rahmenbedingungen konnten bereits vereinbart werden.

Die weiteren Modalitäten des Zusammenschlusses werden in den nächsten Monaten durch eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der beiden Raiffeisenbanken, ausgearbeitet.

Begründet werden die Fusionsabsichten mit steigendem Kostendruck. Im Bankwesen vollziehe sich ein starker Wandel. Die Bankenwelt sehe sich zunehmend mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Veränderte Kundenbedürfnisse und Rahmenbedingungen, höchste Qualitätsansprüche, neue gesetzliche Anforderungen, rasante Entwicklungen der Bankentechnologie und Sicherheitsmassnahmen würden hohe Investitionen auslösen. Dies die Stichworte zum Zusammenschluss-Projekt.

Fahrplan zum Zusammenschluss

 Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden wie gewohnt auch in Zukunft in den verschiedenen Geschäftsstellen ihre Kunden bedienen. Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter der beiden Raiffeisenbanken werden im Rahmen von Orientierungsversammlungen im Spätherbst 2016 über die Gründe und die Auswirkungen informiert.

Es ist vorgesehen, den Zusammenschluss anlässlich der Generalversammlungen 2017 beider Raiffeisenbanken zu traktandieren. Das Zusammenrücken der Raiffeisenbanken Biberist und Recherswil-Gerlafingen-Koppigen führt zu einer Raiffeisenbank mit gut 11 000 Mitgliedern, 17 000 Kunden, 42 Mitarbeitenden und einer Bilanzsumme von rund 770 Millionen Franken.

Das Projekt eines Zusammenschlusses kommt nicht unerwartet. Mitte Januar wurden in dieser Zeitung Kandidaten gehandelt, welche mit der Raiffeisenbank Biberist fusionieren könnten. Hintergrund ist eine zielgerichtete Strategie von Raiffeisen Schweiz. Die Zeiten der kleinen, unabhängig operierenden Bank im Dorf seien vorbei.

Die Zentrale in St. Gallen hat Zielwerte für alle angeschlossenen Institute erarbeitet. Eckwerte sind eine Bank mit 20 Personaleinheiten und mit einer Bilanzsumme von rund 650 Millionen Franken. Eine neue Raiffeisenbank Biberist/Recherswil-Gerlafingen-Koppigen würde diese Anforderung erfüllen. (mgt/uby)

Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter der beiden Raiffeisenbanken würden im Rahmen von Orientierungsversammlungen im Spätherbst 2016 persönlich über die Gründe und die Auswirkungen informiert, teilen die Banken in einem Mediencommuniqué mit. «Es ist vorgesehen, den Zusammenschluss anlässlich der ordentlichen Generalversammlungen 2017 beider Raiffeisenbanken zu traktandieren.» (MGT/UBY)

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