Das Frauenkloster Visitation an der Grenchenstrasse 27 in Solothurn feiert 2016 sein 340-jähriges Bestehen. Die Salesianerinnen liessen im Jahre 1676 ihr Kloster Visitation erbauen. Bis heute leben und beten sie in Klausur und nach Spiritualität ihres Ordensgründers Franz von Sales und jener von Johanna Franziska von Chantal.

Während der Hochblüte des Klosters lebten und arbeiteten rund 40 Ordensfrauen in der Visitation, verdienten den Lebensunterhalt mit einem Mädchenpensionat, einer Wäscherei und Glätterei. Später mit der Paramentenstickerei und der Weberei. Heute leben noch zwei Visitantinnen im Kloster und eine im Elisabethenheim auf dem Bleichenberg.

Den Ordensgrundsatz der Kontemplation aufrechtzuhalten (eines geschlossenen Klosters), ist für die immer kleiner werdende Schwesterngemeinschaft in den letzten Jahren schwierig geworden. Sie musste ihre Pforte öffnen und Hilfe von aussen annehmen. Unter anderem, indem 2010 der Förderverein Kloster Visitation gegründet wurde.
Dieser Förderverein will mithelfen, das spirituelle und kulturelle Erbe des Klosters zu erhalten.

Zudem unterstützt er die Schwesterngemeinschaft der Visitantinnen ideell und materiell. Schon in absehbarer Zukunft wird der Konvent der Visitantinnen nicht mehr in der Lage sein, den Klosteralltag aus eigener Kraft aufrechtzuhalten. Vor fünf Jahren hat SZ-Fotograf Hanspeter Bärtschi auf Anregung des Fördervereins begonnen, den Klosteralltag mit seiner Kamera festzuhalten. Er dokumentierte damit eine Zeit, in der sich die Situation durch den Tod einiger Schwestern und des Klostergärtners drastisch veränderte.

Eine Fotoausstellung soll nachhaltig mithelfen, das Bewusstsein und die Sensibilität für das Leben in der Klostergemeinschaft zu vertiefen, Solidarität für die Zukunft zu wecken und dem Förderverein Aufschwung zu geben.

Die Fotos, von den unten stehend ein kleiner Teil abgebildet ist, machen einen Blick in eine völlig abgeschottete Welt inmitten unseres Alltags möglich. (srb/frb)