Es scheint, als würden zurzeit auch Abstimmungsfaule zahlreich an abstimmen gehen. Offenbar zeichnet sich wegen der aktuellen Initiativen eine hohe Stimmbeteiligung ab. Das merken auch die Abstimmungsbüros der Gemeinden.

Diese werden regelrecht mit Stimmzetteln überhäuft. In Solothurn musste gar eine neue Urne aufgestellt werden. Das berichtet Tele M 1.

Knapp 5000 Briefe seien in Solothurn jetzt schon eingegangen. Das sind so viele, wie normalerweise bei National- und Ständeratswahlen. 42% der Stadt-Solothurner haben ihr Couvert bereits zurückgeschickt. «Das führt zu Überzeit», sagt Hansjörg Boll, Stadtschreiber von Solothurn, im Witz. Und fügt dann in ernsterem Ton an, man müsse halt am Samstag schon damit beginnen, die Couverts auszupacken.

Wie kommt es zu dieser hohen Stimmbeteiligung? Tele M1 hat bei einem Politexperten nachgefragt. Laut Hans-Peter Widmer sind es die Durchsetzungsinitiative und die Initiative zur zweiten Gotthardröhre, die die Menschen mobilisieren. 

Eine wählerstarke, grosse Partei habe eine Initiative lanciert. «Diese Partei erreicht viele Menschen», sagt Widmer. Gleichzeitig gibt es laut Widmer aber eine grosse Gegnerschaft. Und diese sei sehr breit gefächert. So würden auch Personen aus verschiedensten Bereichen gegen die Initiative kämpfen.

«Diese beiden Faktoren führen zu einer Dynamik», so Widmer. Und diese Dynamik lässt auch die Abstimmungsfaulen abstimmen gehen. 

Durchsetzungsinitiative

Übrigens: Auch im Aargau ist laut Tele M1 eine sehr hohe Stimmbeteiligung zu erwarten. Die Wahlbüros wurden dort teils verstärkt. 10 Wahlhelfer mehr als im Normalfall sind beispielsweise in Wettingen nötig. (jos)

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Gotthard zweite Röhre