In diesem Sinne erklärt der Regierungsrat einen Auftrag von Kantonsrat Markus Ammann (SP, Olten) erheblich. Anders als auch schon, räumt die Regierung in ihrer Antwort auf den Vorstoss ein, dass die heutige Regelung «zu Problemen führt». Wie schon von Kantonsrat Ammann bemerkt, stellt auch die Regierung nun fest, dass «Arbeitspendler, die ihren Arbeitsort ausserhalb des Kantons haben, besonders betroffen» seien.

Diese rennen tatsächlich immer wieder an: An den katholischen solothurnischen Feiertagen – Fronleichnam, Maria Himmelfahrt und Allerheiligen – werden sie mit einem ausgedünnten «Sonntagsfahrplan» konfrontiert, wenn sie zur Arbeit in die nichtkatholische Nachbarschaft pendeln wollen. Schlechte oder gar verpasste Anschlüsse – und damit entsprechender Ärger – sind immer wieder die Folge.

Tausende Pendler betroffen

Probleme gebe es im Kanton der Regionen «besonders bei Buslinien, die über den Kanton Solothurn hinaus führen», räumt die Regierung in ihrer Stellungnahme ein. Als Beispiele genannt werden etwa die Linien Olten-Aarburg, Solothurn-Herzogenbuchsee oder Grenchen-Lengnau».

Der Regierungsrat zitiert dazu die Pendlerstatistik von 2014, gemäss der von den insgesamt 140 000 im Kanton lebenden Erwerbstätigen deren 50 000 in den Kantonen Aargau, beiden Basel, Bern und Zürich arbeiten. Viele von diesen seien jeweils mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs – Tausende also sehr direkt von der unterschiedlichen Fahrplanausgestaltung betroffen.

An kantonalen Feiertagen würden zwar erfahrungsgemäss bedeutend weniger Passagiere den öV benützen, was ein gegenüber den Werktagen reduziertes Fahrplanangebot rechtfertigen würde. Dazu komme, so gibt die Regierung weiter zu bedenken, dass mit dem Wechsel zum Werktagsfahrplan «Mehrkosten in der Grössenordnung von rund 200 000 Franken zu erwarten seien. Nach Abzug des Gemeindeanteils würden die Nettokosten für den Kanton geringer ausfallen.

Ab Fahrplanwechsel 2018

Nach Abwägung aller Fakten kommt der Regierungsrat zum Schluss, dass «die gegenwärtige Situation verschiedene Nachteile aufweist». Die von Kantonsrat Ammann angeregte Massnahme weise denn auch ein «ausreichendes Kosten-/Nutzen-Verhältnis auf».

Sie werde deshalb im Globalbudget «Öffentlicher Verkehr für die Jahre 2019/19 berücksichtigt und auf den Fahrplan 2018 umgesetzt. Die Korrektur erlaube es, in allen Regionen «ein den Bedürfnissen entsprechendes Angebot anzubieten, das nicht davon abhängt, welche Transportunternehmung den Betrieb führt.»