Typisch, weil die Mannschaft im Moment Mittel und Wege findet, enge Partien zu ihren Gunsten zu entscheiden. Von den acht Siegen der aktuellen Serie gewann der EHCO deren sieben mit einem Tor Unterschied. Oder wenn man die ganze Saison betrachtet: In neun von elf Erfolgsfällen ging man mit dem Minimalvorsprung vom Eis.

Dass man im Lager der Oltner auch angesichts des positiven Laufs der Dinge nicht in grenzenlose Euphorie verfällt, zeugt von einer realistischen Sichtweise: «Es ist sehr schön, dass wir so oft gewinnen. Aber wir machen immer noch zu viele Fehler und bringen uns so in Bedrängnis», befand etwa Headcoach Bengt-Ake Gustafsson nach dem Sieg in Rapperswil.

Der Schwede freute sich dafür umso mehr über den Einsatzwillen seiner Mannschaft um Aggressivleader Silvan Wyss («Wir haben sehr gut gekämpft») und vor allem über die Darbietung von Goalie Matthias Mischler, der nahtlos an seine starke Vorstellung vom 2:1-Sieg gegen Ajoie am Dienstag anknüpfte und in Rapperswil verdientermassen als bester EHCO-Spieler ausgezeichnet wurde.

Überragende Torhüter

Mischler hatten es die Oltner zu verdanken, dass sie den Leader in die Knie zu zwingen vermochten. Die spielbestimmenden Rapperswiler scheiterten immer wieder am überragenden EHCO-Schlussmann. Sowieso haben die Powermäuse auf der Goalieposition ein eigentliches Luxusproblem. Sowohl Mischler als auch Simon Rytz agieren derzeit auf allerhöchstem Niveau und bügeln die Fehler ihrer Vorderleute, die sich immer wieder einschleichen, mit bestechender Sicherheit aus.

Während sich Mischler in Rapperswil lediglich im Powerplay zweimal bezwingen lassen mussten, zeigten sich die EHCO-Stürmer in der Offensive umso opportunistischer. Stapleton, Mäder und Schneuwly nützten drei der wenigen klaren Oltner Chancen kaltblütig aus. Auch das zeichnet eben eine designierte Spitzenmannschaft aus.

McClements Qualitäten sichtbar

Bleibt noch die Premiere von Jay McClement. Die Arbeitsbewilligung des Kanadiers traf rechtzeitig ein, so dass er schon am Sonntag erstmals für seinen neuen Klub auflaufen durfte. Erst am Samstagmorgen war der 34-Jährige in Zürich gelandet und trainierte danach direkt ein erstes Mal mit seinen neuen Teamkollegen.

Reaktionen von Jay McClement nach seinem ersten NLB-Spiel mit dem EHC Olten.

«Es war gut, dass ich nach dem langen Flug trainieren und meinen Körper bewegen konnte», sagte McClement, der bei seinem ersten Einsatz im Dress der Powermäuse selbstredend noch keine grossen Stricke zerriss und sein Können nur in Ansätzen zeigte.

«Ich muss mich erst einmal an meine Mitspieler, das Spielsystem und das grosse Eisfeld gewöhnen», befand der Mittelstürmer. Immerhin: McClement ging mit einer Plus-1-Bilanz vom Eis und offenbarte seine Qualitäten am Bully und im Boxplay. «Er hat einen guten Job gemacht und wird uns mit seiner Erfahrung sicher helfen», freute sich Gustafsson über das gelungene Debüt seines neuen Spielers.»

Am Dienstag (Thurgau) und am Freitag (Langenthal) stehen für die Oltner zwei Heimspiele auf dem Programm, am Samstag, im letzten Spiel vor der Nationalmannschaftspause, folgt das Gastspiel bei den GCK Lions. Ein Break mit elf Siegen in Serie im Gepäck? Nach dem Ausrufezeichen beim Leader für den EHCO keine Utopie mehr.

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