FC Wohlen

Nur ein Neuer beim Trainingsauftakt des FC Wohlen

Martin Ruedas Ziel für die Rückrunde, die er mit altbewährten Kräften angeht, ist eine Verbesserung im Klassement. Der umworbene Joel Geissmann erschien ebenso zum Trainingsauftakt wie ein potentieller Neuzugang.

Nicht nur in der Tabelle der Challenge League, sondern auch bezüglich Trainingsfleiss ist der FC Wohlen dem Kantonsrivalen aus Aarau momentan voraus. Die Freiämter starteten bereits gestern und damit drei Tage vor dem Super League-Absteiger aus Aarau in die Vorbereitung für die Rückrunde.

Trainer Martin Rueda geht zuversichtlich in die zweite Saisonhälfte, die für den FC Wohlen am 7. Februar 2016 mit einem Auswärtsspiel in Winterthur beginnt: «Wir wollen an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen, so viele Punkte wie möglich sammeln und uns dann natürlich auch in der Tabelle verbessern. Das muss unser Ziel sein.» Den Begriff Abstiegskampf nimmt Rueda nicht in den Mund. Sein Blick im Klassement geht nach nur oben.

Die Ansprache des Coaches vor der ersten Trainingseinheit im neuen Jahr fällt herzlich aus. Er wünscht seinen Spielern ein frohes neues Jahr, in welchem sie von Verletzungen verschont bleiben sollen und fordert anschliessend die gesamte Mannschaft auf, die kommenden Aufgaben seriös anzugehen.

Am Nachmittag steht sogleich die zweite Trainingseinheit im Jahr 2016 auf dem Programm. In zahlreichen Spielformen schütteln sich die Spieler die Festtagsmüdigkeit aus den Knochen. Die Stimmung auf dem Platz ist gut. Es wird während den Übungen geplaudert, gewitzelt und gelacht und das, obwohl das Geläuf auf den Niedermatten sehr tief und rutschig ist.

Traininglager fällt aus

Auf ein Trainingslager mit besseren Trainingsbedingungen muss der FCW in diesem Jahr aus finanziellen Gründen verzichten. Ein Ersatztrainingslager in der Heimat wird es ebenfalls nicht geben. «Wir werden in der Vorbereitung ganz regulär trainieren. Zuerst liegt der Schwerpunkt dabei auf der Physis, später im taktischen Bereich. Ende Januar wird die gesamte Mannschaft dann gemeinsam ein Wochenende im Tessin verbringen. Dann sind wir auch ohne Trainingslager bereit für den Rückrundenstart», erklärt Rueda seinen Fahrplan.

Bis zum ersten Ernstkampf stehen noch vier Testspiele gegen St. Gallen, Kriens, Cham und Luzern auf dem Programm. Doch eigentlich sollte Rueda gar nicht viel testen müssen, stehen dem 52-Jährigen doch genau die selben Spieler wie vor der Winterpause zur Verfügung. Weder Zu- noch Abgänge wurden bislang vermeldet, sodass der Trainer die Situation gelassen und mit einem Augenzwinkern kommentiert: «Solange wir keine Spieler verkaufen, müssen wir auch keine Verstärkungen holen. Klar wünscht ich mir als Trainer immer Verstärkungen, doch wir müssen in Wohlen im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten bleiben.»

Auch bezüglich Joel Geissmann gibt es keine neuen Wasserstandsmeldungen. «Stand heute sieht es so aus, als würde Geissmann uns auch in der Rückrunde erhalten bleiben,» sagt Rueda. Doch ein Verkauf des 22-jährigen Schweizer Junioren-Nationalspielers würde einige Taler in die Kasse der klammen Wohler spülen. Gewissheit über den Verbleib Geissmanns, der auch in der Super League begehrt ist, wird Rueda wohl erst nach Ende der Transferperiode haben.

Eine Verstärkung aus der 1. Liga?

Zum Trainingsauftakt fällt einzig ein neues Gesicht im Kreis der Altbekannten auf: Tolga Mertoglu, der im letzen Jahr in der 1. Liga bei Zug 94 spielte, darf für zehn Tage mit der Mannschaft trainieren. Anschliessend wird man über eine Verpflichtung des 24-jährigen Stürmers entscheiden. Der 1,78 m kleine, wendige türkisch-schweizerische Doppelbürger hinterliess im ersten Training einen guten Eindruck und könnte sich durchaus zu einer Verstärkung im oft kritisierten Sturm der Freiämter mausern.

Meistgesehen

Artboard 1