Verstoss

Nach Einsatz von Pyros im Joggeli: Strafanzeige gegen St. Gallen-Fans eingereicht

Die Fans des FC St. Gallen zündeten am Samstag Pyros im Gästesektor des Joggeli.

Die Fans des FC St. Gallen zündeten am Samstag Pyros im Gästesektor des Joggeli.

Der Basler Grossrat Heinrich Ueberwasser hat Strafanzeige gegen die Fans des FC St. Gallen eingereicht, nachdem diese am Samstag im Joggeli pyrotechnische Gegenstände abbrannten. Ueberwasser reicht gegegen diverse Vergehen Strafanzeige ein.

Schwere und einfache Körperverletzung, Brandstiftung, Verursachung einer Explosion und Verstoss gegen das Sprengstoffgesetz. All diese Strafbestimmungen sollen die St. Galler Fans am letzten Samstag im Spiel gegen den FC Basel erfüllt haben. Deshalb hat der Basler Grossrat und Anwalt Heinrich Ueberwasser nun Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. 

Rückblende: Am Samstag empfing der FC Basel den FC St. Gallen im heimischen Joggeli. Während des Spiels zündeten Fans im Gästesektor diverse Pyros. Sie gefährdeten damit zum einen die anderen Fans, des Weiteren beschädigten sie die Sitze im Gästesektor.

«Es wurden nach meiner persönlichen Beobachtung als Besucher Rauchbomben, Leuchtfackeln, Feuerwerksraketen u.a. gezündet, geworfen bzw. abgeschossen. Der Ablauf der Vorkommnisse spricht für ein abgesprochenes und geplantes Vorgehen von Matchbesuchern und für einen von mehreren Personen organisiertes Hereinbringen von pyrotechnischen Gegenständen», so Ueberwasser.

Ueberwasser, der sich immer wieder mit der Thematik Sicherheit im Stadion, Polizei im Stadion und dem Hooligan-Konkordat auseinandersetzt, nahm den Vorfall als Anstoss dafür, darauf aufmerksam zu machen, dass die Fankultur durch solche Aktionen gefährdet sei: «Wenn Hooligans keine Grenzen gesetzt werden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Stehplätze ganz verboten werden.»

Weiter stellte Ueberwasser aber klar, dass er dagegen sei, dass dem FC Basel zusätzliche Kosten für Polizeieinsätze im Stadion übertragen werden.

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