Cupfinal

«Die Einzigen, die Sion hätten stoppen können, waren die eigenen Fans»

Sion-Präsident Constantin war genervt von den Interaktionen seiner Fans.

Sion-Präsident Constantin war genervt von den Interaktionen seiner Fans.

Ein normaler Matchbericht ist Ihnen zu langweilig? Kein Problem! Wir erzählen Ihnen die Geschichten des Cupfinals mit all seinen Highlights, Emotionen und Besonderheiten in den besten Tweets, die während der Partie abgesetzt wurden.

"Dr Kiibel muess uf Basel". Nein, das musste er nicht, denn er war bereits da: Aufgrund einer tiefen Cupfinal-Abneigung der Stadt Bern, wohl resultierend aus immerwährenden Randalen der Fans in den letzten Jahren, verbunden mit einer chronischen Erfolgslosigkeit in jenem Wettbewerb, fand der 90. Schweizer Cupfinal im Basler St. Jakob-Park statt. Dort musste der FC Basel nicht nur gegen den FC Sion, sondern gegen eine ganze Region antreten. Eine Region, die gewillt war, ihren Mythos von 12 Finalteilnahmen und 12 Siegen fortzuführen.

Ein prominenter Basler wollte sich dieses Spektakel auf keinen Fall entgehen lassen: Roger Federer sass entspannt mit Sonnebrille neben dem FCB-Präsidenten Bernhard Heusler.

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Die Anwesenheit des Maestros hielt Sion allerdings nicht davon ab, mit der Wucht einer Dampfwalze aus den Katakomben zu kommen. Die Sittener waren heisser als das Feuer jeder Walpurgisnacht: Maximaler Einsatz der Walliser, gepaart mit unbändigem Willen, liess den FCB keinen Ball sehen, geschweige denn eine Strafraum-Szene haben. Das 1:0 durch Konaté war die logische Folge.  

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Und der FC Sion machte keine Anstalten, einen Gang herunterzuschalten. Manch einem FCB-Fan wurde es beim Gedanken an die Restspielzeit leicht schwindlig. 

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Wenn schon nicht vom FC Basel - vielleicht kann Sion dann ja von einem Spielunterbruch gebremst werden. Nachdem Lacroix Streller mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen hatte, kochten die Emotionen hoch: Sowohl auf den Rängen wie auch auf dem Platz wurde provoziert und mit Worten ausgeteilt. Schiedsrichter Hänni sah sich genötigt, die Partie kurzzeitig zu unterbrechen, um die Wogen zu glätten.

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Der Spielunterbruch verfehlte sein Ziel allerdings. Nach Wiederanpfiff ging Fernandes im eigenen Strafraum mit der Hand zum Ball, wieder blieb Hännis Pfeife stumm und wieder erhitzten sich die Gemüter.

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Eine aus Basler Sicht völlig missratene erste Halbzeit ging sobald zu Ende. Die Hoffnungen das FCB-Anhangs ruhten auf Durchgang Nummer zwei. Der Anpfiff zur zweiten Halbzeit wurde jedoch verzögert, da die Sion-Fans ihren Dopamin-Haushalt nicht unter Kontrolle hatten: Böller und Pyros führten dazu, dass Schiedsrichter Hänni die Gesundheit der Spieler in Gefahr sah und die Mannschaften zurück in die Katakomben zitierte. Was tun mit solchen Chaoten? "Sali Zämme" hat einen Vorschlag bereit:

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Nach einer 35-müntigen Halbzeitpause wurde dann doch wieder Fussball gespielt. Und wie: Kurz nach Wiederanpfiff vollendete Fernandes einen Musterangriff zum 2:0 für den FC Sion.

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Als Carlitos dann auf 3:0 erhöhte, wurde jedem Basler Fan etwas schmerzhaft klar: 

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Das Spiel schien entschieden. Wer drei Finalspiele in Folge verliert, der hat es gelinde gesagt "veryoungboyst".

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Angesichts der desolaten Defensivleistung der Basler, sah manch einer gar Verbindungen zu den Korruptionsverdächtigungen, welche die FIFA erschütterten. 

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Das ist natürlich Quatsch. Die Quintessenz aus diesem Spiel ist so einfach wie logisch:

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Und deshalb sind die Walliser verdient Cupsieger geworden.

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Die Spieler haben auf dem Platz dafür gesorgt, dass der Mythos bestehen bleibt: Mit dem 13. Sieg im 13. Cupfinal.

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