Am Ende fiel das Resultat dann doch noch standesgemäss aus. Der Tabellenzweite Olten besiegte das abgeschlagene Schlusslicht GCK Lions (nur 1 Sieg aus 13 Spielen) deutlich mit 6:1 und übernahm damit dank der gleichzeitigen Niederlage von Leader Langenthal wieder die Tabellenspitze.

Das letztlich klare Ergebnis täuschte allerdings ein wenig über den lange Zeit ausgeglichenen Spielverlauf hinweg. Die Oltner taten sich bis weit ins letzte Drittel hinein schwer mit den flinken und schnellen Junglöwen, bei welchen man sich zwischenzeitlich die Frage stellen musste, warum sie im Verlauf der bisherigen Saison noch nicht mehr Punkte gewonnen haben.

Unruhe in Oltens Reihen

Es hätte nicht viel gefehlt, und der EHC Olten wäre im zweiten Drittel in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Selbst nach Remo Hirts Führungstreffer zum 2:1 (26.) kehrte keine Ruhe ein ins Spiel der Powermäuse, die dem Gegner immer wieder Raum für gefährliche Angriffe liessen. Doch die GCK Lions vermochten kein Kapital zu schlagen aus ihren Gelegenheiten. Das lag besonders an EHCO-Goalie Kevin Huber, der erstmals in dieser Saison in einem Meisterschaftsspiel zum Einsatz kam.

Nach seinem tollen Auftritt im Cup-Spiel gegen den EV Zug (2:3) hatte sich Huber verletzt und war erst letzte Woche wieder ins Training zurückgekehrt. Nach den zwei eher durchwachsenen Auftritten von Matthias Mischler bei den Niederlagen in Langenthal (2:4) und in La Chaux-de-Fonds (2:6) entschied sich das Trainerduo Heikki Leime/Dino Stecher richtigerweise für eine Rochade auf der Torhüterposition. Huber dankte das Vertrauen nach anfänglichen Schwierigkeiten mit einer tadellosen Leistung. «Zu Beginn fühlte ich mich etwas nervös. Aber nach dem ersten Gegentreffer war der Druck weg. Danach lief es mir gut», gab der 22-Jährige nach seiner Premiere zu Protokoll.

Huber brennt auf weitere Einsätze

Bleibt die Frage, wie sich die Lage im Tor der Oltner nach Hubers zweiter starker Darbietung in dieser Saison entwickelt. Die bisherige Nummer zwei lässt keine Zweifel offen, dass sie auf weitere Einsätze brennt. Er sagt: «Die Trainer müssen entscheiden, wie es weitergeht.» Für das Duo Leime/Stecher stellt sich damit in den kommenden Tagen eine interessante Herausforderung: Wer schwingt im Zweikampf der Torhüter obenaus?

Unabhängig von der Goaliefrage war Heikki Leime zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Besonders das ewige Sorgenkind Powerplay scheint auf dem Weg zur Besserung. Gegen die GCK Lions nutzten die Oltner drei von vier Überzahlmöglichkeiten. Vor allem die Massnahme, mit Reto Kobach einen physisch starken Spieler vor dem gegnerischen Tor zu platzieren, scheint schnell Früchte zu tragen.

Verletzte in Oltens Kader

Ganz und Bagnoud trafen jeweils mit Schüssen von der blauen Linie, bei welchen dem gegnerischen Goalie die Sicht verdeckt war. Generell wirkten die Oltner gegen das Schlusslicht recht spielfreudig, was aber auch daran lag, dass ihnen der Gegner viele Freiräume zugestand.

Weniger Erfreuliches gibt es von der Verletztenfront zu vermelden: Captain Stefan Hürlimann musste gestern mit einer Unterleibsverletzung aussetzen, ebenso Sami El-Assaoui, der sich an der Hand verletzt hat.

Lesen Sie hier die gesamte Partie in unserem Liveticker nach:

Liveticker EHC Olten - GCK Lions