EHC Olten

Viel Leerlauf beim Sieg gegen die GCK Lions

Der Doppelschlag im ersten Drittel durch Reto Kobach und Shayne Wiebe entscheidet das Duell gegen die Babylöwen zugunsten der Oltner. Kurz vor Schluss netzt Justin Feser noch zum 3:0 ins leere Tor ein.

Die wichtigsten Szenen von Oltens 3:0-Sieg gegen die GCK Lions im Video.

Die wichtigsten Szenen von Oltens 3:0-Sieg gegen die GCK Lions im Video.

Es war eine bemerkenswerte Aussage, welche Reto Kobach, einer der beiden Assistenz-Captains beim EHC Olten, nach dem 1. Drittel machte. «Wir müssen etwas ändern, damit die Zuschauer mit uns zufrieden sind», sagte der Verteidiger nämlich und vermied es tunlichst, gute Miene zum «bösen» Spiel seiner Mannschaft zu machen. Nach einer wahrlich glanzvollen Woche mit drei deutlichen Siegen zog das Heimteam nämlich einen Abschnitt ein, in welchem praktisch nichts zusammenpasste. Davon ausgenommen waren exakt 33 Sekunden in der 16. Minute: Zuerst nutzte Kobach ungewohnte Freiheiten vor Gäste-Hüter Guntern in Überzahl zum 1:0, ehe Remo Hirt, noch in der gleichen Minute, die Passabgabe gekonnt hinauszögerte und dann Shayne Wiebe perfekt in den Lauf bediente.

Die Oltner führten also standesgemäss mit 2:0, doch das war auch das einzig Positive aus dem ersten Abschnitt. Die Aussage Kobachs war nicht nur entwaffnend ehrlich, sie zeigt auch die Ambitionen beim letztjährigen Playoff-Finalisten deutlich auf. Man will nicht nur gewinnen, sondern auch gut spielen, die Zuschauer unterhalten. Lange genug wurde den Fans in dieser Saison Schmalkost geboten – in dieses Fahrwasser will man ganz offensichtlich nicht wieder zurückfallen.

Remo Schlapbachs erster Einsatz

Dabei hätte man aufseiten der Oltner durchaus Gründe ins Feld führen können, weshalb es am Dienstagabend die ganzen 60 Minuten über nicht richtig lief. Denn die personelle Situation nimmt bei den Oltnern so langsam aber sicher bedenkliche Ausmasse an. Weil sich am Sonntag in Martigny mit Cyrille Scherwey bereits der vierte Angreifer verletzte und Patrick Meyer von Brandis keine Freigabe erhielt, mussten die Verantwortlichen rasch handeln und holten Remo Schlapbach mit einer B-Lizenz aus der 1. Liga (Zuchwil Regio) zurück in die NLB. Schlapbach, welcher die Saisonvorbereitung in der Ajoie absolviert hatte, die Jurassier aber kurz nach Beginn der Meisterschaft hatte verlassen müssen, durfte beim EHCO in der vierten Linie zusammen mit Paolo Morini und Sami El Assaoui ran. Der Verteidiger, zuletzt nicht mehr immer 1. Wahl, hatte die nicht einfache Aufgabe, die 4. Linie als Center zu komplettieren.

El Assaoui lief viel, spielte engagiert und gefiel gar nicht schlecht; die Gefahr, sofern sie gegen die Lions heraufbeschworen werden konnte, ging jedoch von anderen Formationen aus. Allerdings noch nicht im zweiten Drittel. Dieses ähnelte (noch) viel zu sehr dem vorangehenden, mit dem Unterschied, dass die Scheibe jetzt ein wenig besser lief und zumindest ein paar wenige Chancen herausgespielt wurden.

Im Zeichen der 33

Zum Glück für die Oltner zogen aber auch die Lions keinen guten Abend ein, obwohl sie zuletzt dreimal hintereinander gepunktet und Leader Langenthal auswärts bezwungen hatten. Im Spiel der Gäste fehlte die Koordination, vieles wirkte, je näher sie dem wieder von Matthias Mischler gehüteten EHCO-Tor kamen, zufällig. Dieser musste zwar bis zuletzt auf der Hut sein, lief bei den 17 Schüssen auf sein Tor aber nie richtig Gefahr, seinen zweiten Shutout der Saison zu verlieren. So reichten dem EHCO am Ende jene 33 Sekunden aus dem ersten Drittel, zusammen mit dem Empty-Netter von Topscorer Justin Feser – bezeichnenderweise 33 Sekunden vor dem Ende der Partie.

Olten – GCK Lions 3:0 (2:0, 0:0, 1:0)
Kleinholz. – 3022 Zuschauer. – SR: Küng/Marti, Pitton/Rohrer. – Tore: 16. (15:26) Kobach (Truttmann, Ganz/Ausschluss Braun) 1:0. 16 (15:59) Wiebe (Hirt, Schneuwly) 2:0. 60. (59:27) Feser 3:0 (GCK Lions ohne Torhüter). – Strafen: je 3-mal 2 Minuten.
Olten: Mischler; Pargätzi, Ganz; Bagnoud, Schnyder; Meister, Kobach; Ast; Wüst, Feser, Truttmann; Wiebe, Schneuwly, Hirt; Hürlimann, Wüthrich, Huber; Schlapbach, El Assaoui, Morini.
GCK Lions: Guntern; Sorvik, Molina; Schmuckli, Hächler; Braun, Luchsinger; Peter; Sitje, Ulmann, Allevi; Bachofner, D. Diem, R. Diem; Hinterkircher, Hägeli, Nikiforuk; Miranda, Prassl, Schmidli; Puntus.
Bemerkungen: Olten ohne Burki, Schwarzenbach, Aeschlimann, Ulmer, Scherwey (alle verletzt) und Meyer (Brandis), dafür erstmals mit Remo Schlapbach vom EHC Zuchwil-Regio; GCK Lions ohne Foucault (verletzt). Mischler und Guntern als beste Spieler ihres Teams ausgezeichnet. GCK Lions von 58:52 bis 59:27 ohne Torhüter.

Eishockey NLB: EHC Olten - GCK Lions

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