Kommenden Samstag wird im Eisstadion Kleinholz der Santa Day gefeiert. Als Fest für die ganze Familie wird der Anlass im Rahmen der Meisterschaftspartie gegen Thurgau angepriesen, entsprechend darf, eine knapp Woche vor dem offiziellen Termin, der Samichlaus nicht fehlen. Für die Spieler des EHC Olten bleibt zu hoffen, dass der Santa Claus gestern gegen La Chaux-de-Fonds nicht allzu gut hingeschaut hat. Denn was er und die gut 3000 Zuschauer vom Heimteam vorgesetzt bekamen, hätte im Vorfeld der auf 19.45 Uhr angesetzten Partie eine ziemlich ausführliche Rüge nach sich gezogen.

Nach dem sehr guten letzten Heimauftritt gegen Ajoie, als der EHCO beim 4:0 nie Zweifel aufkommen liess über den Ausgang der Partie, sowie dem immerhin während 40 Minuten starken Auftritt in Winterthur, lieferten die Oltner nämlich wieder einen schwachen Auftritt ab. «Der grösste Unterschied war, dass wir nicht mehr gleich viel gelaufen sind, wie in den Spielen zuvor», legte Remo Meister Defizite in der eigentlichen Stärke der Oltner offen. Der Auftakt sei gar nicht so schlecht gelungen: «Doch dann haben wir im zweiten Drittel praktisch alles falsch gemacht.»

Lattenknaller Sekunden vor Schluss

Und so wurde es auch nichts mit der Revanche für den bislang wohl schwächsten Auftritt der Saison in La Chaux-de-Fonds vor fünf Wochen. Zwar konnten die lediglich sechs Torschüsse im ersten Abschnitt die Fans noch nicht gross beunruhigen, denn das war zuletzt in Winterthur nicht anders. Zu denken gaben hingegen die Fehlpässe und Missverständnisse, welche sich praktisch von Beginn an einschlichen und mit Fortdauer der Partie eher noch zunahmen. Klar, dass das auch am Gegner lag, welcher ein anderes Kaliber darstellte, als noch drei Tage zuvor der EHC Winterthur. «Wir wussten um ihre Stärken», suchte Meister keine Ausreden, «umso mehr hätten wir versuchen müssen, unser Spiel zu machen. Doch genau das will uns einfach nicht über 60 Minuten gelingen.»

Die Highlights vom Spiel im Video:

EHC Olten vs. HC La Chaux-de-Fonds 1:2

EHC Olten vs. HC La Chaux-de-Fonds 1:2

Wäre da nicht der späte Anschlusstreffer von Topskorer Justin Feser nach mehr als 57 Minuten gewesen, man hätte von einer Partie praktisch ohne Höhepunkte sprechen müssen. Immerhin holten die Oltner nach dem Anschlusstreffer – Heikki Leime liess sein Team nach dem Timeout die letzten 138 Sekunden ohne Torhüter agieren – zumindest noch ein paar Prozente Goodwill zurück und hätten, da die Pässe jetzt endlich Abnehmer fanden, tatsächlich noch fast ausgeglichen. Doch Feser brachte es fertig, die Scheibe fünf Sekunden vor dem Ende ans Lattenkreuz des praktisch leeren HCC-Gehäuses zu knallen.

Viel zu wenig Abschlüsse

Dabei hätten die Oltner noch im mittleren Abschnitt beinahe Schützenhilfe aus den Reihen der Gäste erhalten, als HCC-Goalie Remo Giovannini mit seinem missglückten Ausflug hinters Tor eine der wenigen richtigen EHCO-Chancen kreierte. Stattdessen gingen die Gastgeber mit einem 0:2 ins letzte Drittel, konnten aber dort den ungenügenden Auftritt der ersten 40 Minuten nicht mehr recht kompensieren.

Die fehlende Laufbereitschaft zeigte sich nicht nur in viel zu wenigen Abschlüssen (in den ersten zwei Dritteln brachten die Oltner nur gerade zwölf Torschüsse zustande), sie führte auch dazu, dass die Kompaktheit innerhalb der Linien fehlte. Einzelaktionen waren die Folge, und die wurden von den Gästen meistens souverän gestoppt. So lief der EHCO viel zu lange den beiden Verlusttreffern von Leblanc (5.) und Hofmann (29.) hinterher, welche Mischler, der nach vier Partien wieder einmal zum Einsatz kam, hatte einstecken müssen.

Lesen Sie den Spielverlauf im Liveticker nach:

EHCO - HCC