Ganze viermal konnte Heikki Leime bislang zweimal hintereinander mit der gleichen Aufstellung antreten. In den anderen 17 Spielen gab es jeweils zumindest einen Wechsel, meistens jedoch mehrere. So auch im Spiel von diesem Freitag auswärts in Visp. Einerseits kehrt Giacomo Dal Pian aus Lugano zurück nach Olten, andererseits greift auch Cyrille Scherwey wieder ins Geschehen ein. Wenngleich der 26-Jährige auf die Zähne beissen muss.

Anfang Woche noch humpelte der Powerflügel durchs Stadion, nachdem er von einem harten Schuss an der Fuss-Unterseite getroffen worden war. «Der Fuss war ziemlich stark angeschwollen, ans Trainieren deshalb nicht zu denken. Jetzt bin ich zumindest wieder in den Schlittschuh gekommen», frohlockte er einen Tag vor der Partie in Visp, welche er auf jeden Fall bestreiten will. «Wenn es sein muss, mit schmerzstillenden Mitteln.»

Ein Trainerwechsel mit beschränkter Wirkung

Ebenfalls auf dem Sprung zurück nach seiner Schulterverletzung ist Diego Schwarzenbach. Stünde nicht die gut einwöchige Pause von nächster Woche vor der Tür (die Spieler geniessen drei trainingsfreie Tage, quasi vorgezogene Weihnachtsferien) und mit ihr weitere wertvolle Tage der Regeneration, hätte der Thaler womöglich bereits an diesem Wochenende wieder mitgetan. So wird sein Comeback voraussichtlich am übernächsten Dienstag in La Chaux-de-Fonds erfolgen.

Weniger entspannt als bei den Oltnern präsentiert sich die Situation zur Zeit beim EHC Visp. Zwei Siege nur holten die Oberwalliser, welche diese Woche den Vertrag mit ihrem Ausländer William Rapuzzi bis 2018 verlängerten, aus den letzten zehn Partien – das entspricht nicht den Erwartungen beim vorletztjährigen NLB-Meister. So musste Kim Collins nach dem 0:5 in La Chaux-de-Fonds seinen Platz räumen. Seit gut einer Woche wird die 1. Mannschaft von Sportchef Gil Montandon trainiert, der also den Negativtrend stoppen soll. 

Mischler trotz Shutout auf der Bank

Gelungen ist dies nur halbwegs. Zwar konnte Montandon gleich zu Beginn zu Hause einen (Pflicht-)Sieg gegen Thurgau feiern, ging zuletzt aber zweimal als Verlierer vom Eis. Und doch kann sich Heikki Leime vorstellen, dass der Effekt des Trainerwechsels gegen seine Mannschaft spielen wird. «Wenn es diesen Effekt tatsächlich gibt im Wallis, dann muss er in den ersten Spielen nach dem Wechsel spürbar sein.» Einfluss auf den Auftritt seiner Mannschaft habe der Collins-Abgang jedoch keinen, betonte Leime.

Auf dem Papier treten die Oltner in der Litterna als klarer Favorit an. Satte 18 Punkte Vorsprung haben sie nach 25 Runden auf die Walliser, obschon der letzte Auswärts-Vergleich am 25. Oktober mit einer 3:4-Niederlage nach Verlängerung endete. Im Tor steht, getreu dem Roationsprinzip, trotz Mischlers Shutout vom Dienstag wieder Kevin Huber. Und vorne will Marco Truttmann, welcher gegen die GCK Lions übrigens seinen 200. Einsatz für den EHCO absolvierte, seinen Lauf fortsetzen. 

Der 30-jährige Offensivkünstler, der in den letzten 11 Spielen 22 Punkte erzielte, erwartet ein ganz anderes Spiel, als noch gegen die GCK Lions. «Zudem werden die Spieler dem neuen Trainer sicher etwas zeigen wollen.» Weder ihn selber noch seine Mitspieler, welche bis am Sonntag innert zwölf Tagen sechs Spiele absolviert haben werden, beschäftige hingegen der Wechsel an der Visper, so Truttmann.