EHC Olten

Auf die Oltner wartet ein aufsässiger Gegner

Remo Hirt wird gegen die GCK Lions als Topscorer auflaufen.

Remo Hirt wird gegen die GCK Lions als Topscorer auflaufen.

Der EHC Olten muss den Heimsieg vom Dienstag gegen die GCK Lions bestätigen. „Wir dürfen den Gegner auf keinen Fall unterschätzen“, warnt Assistenztrainer Dino Stecher.

Nach dem 5:2-Sieg vom Dienstag gegen La Chaux-de-Fonds können die Oltner dem Vergleich mit den Junglöwen ein schönes Stück gelassener entgegenblicken. Dino Stecher will deshalb aber auf keinen Fall bereits grünes Licht geben, was das eigene Spiel anbelangt. Man habe das Spiel gegen Chaux-de-Fonds analysiert. Das Resultat: „Wir haben sicher nicht gut gespielt“, so der Assistenztrainer kritisch. „Der Sieg war zwar ganz bestimmt gut für die Stimmung. Gleichzeitig hat er aufgezeigt, dass wir noch an den Details arbeiten müssen“ – das wurde in den beiden Trainings vom Donnerstag und Freitag denn auch intensiv gemacht.


Dass sich derart viele Ungenauigkeiten ins Spiel des EHCO einschlichen, war nicht zuletzt das Resultat des sehr aggressiven Forecheckings des Gegners. „Chaux-de-Fonds hat das wirklich sehr gut gemacht, sie haben starken Druck ausgeübt auf den Puck, uns in Schwierigkeiten gebracht.“ Als Ausrede will Stecher dies jedoch nicht gelten lassen. Sein Fazit: „Wir müssen gewisse Sachen noch ein wenig schneller machen, die Scheibe schneller und sicherer spielen. Den Fehlpass vermeiden.“


Den nächsten Gegner kennt Stecher einerseits aus dem Vergleich in der Vorbereitung (4:2-Erfolg des EHCO), andererseits aus seiner Zeit als Trainer der Junglöwen. „Es ist ein Team, welches man nie unterschätzen darf“, nennt Stecher die grösste Gefahr. „Sie sind läuferisch gut, verfügen über eine sehr gute Ausbildung und sie spielen sehr diszipliniert.“ Jeder Oltner Spieler wisse genau, dass am Samstag ein sehr aufsässiger Gegner warten wird.


Wie in jedem Jahr hat es bei den Junglöwen auch diesmal wieder jede Menge Wechsel gegeben. 14 neue Spieler musste Trainer Matti Alatalo in dieser Saison einbauen, gleich viele, wie die Mannschaft letzten Frühling verlassen haben. Dabei wurden erstmals auch die beiden Ausländer – auf Empfehlung der ZSC Lions – unter der Optik verpflichtet, sich in der zweithöchsten Liga auf die NLA vorzubereiten. Sowohl Daniel Sorvik (Nor) als auch Kris Foucault (Kan) haben Jahrgang 1990, wobei Sorvik bereits auf dem internationalen Parkett Erfahrungen gesammelt hat. Mit der norwegischen Nationalmannschaft kann er auf drei Weltmeisterschaften sowie die Olympischen Spiele in Sotschi 2014 zurückblicken.


Die letzten beiden Einsätze mussten die Lions jedoch ohne Ausländer bestreiten. Sorvik fehlte verletzungsbedingt und ist auch gegen Olten fraglich, Foucault durfte mit dem ZSC ran, da Auston Matthews (er feiert diesen Freitag seinen 18. Geburtstag) erst ab diesem Wochenende spielberechtigt ist. Doch auch ohne die zwei ausländischen Verstärkungen haben die Zürcher bislang gute Leistungen gezeigt, in Winterthur mit 3:2 gewonnen, auswärts bei Rapperswil nur mit 1:3 verloren – nach einer 1:0-Führung zu Spielmitte. Als auffälligster Spieler war dabei der erst 17-jährige Raphael Prassl in Erscheinung getreten. Nach seinen drei Treffern in den letzten beiden Spielen trägt er gegen den EHCO das Topscorer-Dress.


Vorbereitet auf Saisonspiel Nummer vier haben sich die Oltner nicht etwa zu Hause im Kleinholz, sondern in Basel. Da das Heimstadion noch bis am Sonntag für den Dreitannen-Cup der Eiskunstläuferinnen reserviert ist, mussten die Eishockeyaner am Freitag in die St.-Jakob-Arena ausweichen. Das sei nichts Spezielles gewesen, relativiert Stecher den kurzzeitigen Tapetenwechsel. Die unmittelbare Vorbereitung auf das Spiel habe sich kaum von der Vorbereitung in Olten unterschieden: „Es ist ein Katzensprung nach Basel, Energie ging also bestimmt keine verloren.“


Das Spiel in Küsnacht wird am Samstag um 17 Uhr angepfiffen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1