Darum kandidiere ich

«Predigen ist nicht so mein Ding»: Nationalratskandidatin Myriam Frey

Myriam Frey Schär macht seit über zehn Jahren Lokalpolitik.

Myriam Frey Schär macht seit über zehn Jahren Lokalpolitik.

Myriam Frey Schär kandidiert für die Grünen. Sie ist 47 Jahre alt, lebt in Olten und ist Fachübersetzerin und Architektin.

Warum braucht es Sie im Nationalrat?

Ich habe langjährige Polit-Erfahrung und bin deshalb bereit für diesen Schritt. Ausserdem arbeite ich gut und gern mit andern zusammen, bin absolut nicht käuflich und ziemlich transparent: Was drauf steht, ist auch drin.

Für welches Thema würden Sie in Bern lobbyieren?

Für klimafreundliche Gesetze, für die Gleichstellung der Geschlechter und für eine starke staatliche Schulbildung.

Wie politisch sind Sie im Alltag?

Ich versuche, meine Handlungen mit meinen politischen Positionen in Einklang zu bringen und halte mich ansonsten an die Devise «Leben und leben lassen». Wenn es sich ergibt, politisiere ich gerne, aber ausserhalb der politischen Arbeit halte ich mich zurück: predigen ist nicht mein Ding.

Wo und wie verbringen Sie am liebsten ihre Freizeit?

Ich bin am liebsten im Garten, im Wald oder in den Bergen. Ich lese gern und viel, schreibe Kurzgeschichten und gehe joggen (zumindest wenn es nicht zu heiss ist). Im Winter fahre ich gern Ski.

Welches Buch lesen Sie zurzeit – und warum?

«The Testaments» von Margret Atwood, die Fortsetzung ihres Romans «The Handmaid’s Tale». Die beiden Bücher sind leider hochaktuell: In den USA wird Abtreibung wieder kriminalisiert, unter Bolsonaro flammt in Brasilien die Verfolgung von Schwulen und Lesben wieder auf und in Russland ist es rechtlich wieder okay, seine Ehefrau zu verprügeln – solange sie nicht blutet. Errungene Rechte für Frauen und Minderheiten können je nach politischem Klima jederzeit wieder entzogen werden.

Wohin fliegen Sie in den nächsten Ferien?

In den nächsten Ferien gehe ich vier Tage mit dem Zug nach London und danach drei Tage zum Wandern ins Engadin.

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