Stadtbummel Solothurn

Maskieren oder Maske fallen lassen?

Die Maske ist derzeit vor aller Munde. (Symbolbild)

Die Maske ist derzeit vor aller Munde. (Symbolbild)

Diese Woche sind wir also wieder ein Stück zur Normalität übergegangen. Dies ist augenfällig bei einem Bummel durch die Altstadt, wo wieder mehr Volk unterwegs ist und nachholt, was es nachzuholen gibt: Schuhe, Kleider oder Haushaltsgegenstände einkaufen zum Beispiel. Zu viele Leute an einem Ort erschweren jedoch das Einkaufen, denn man muss aufgrund der grossen Sicherheitsvorkehrungen eh viel warten. Also weiter Online-Shoppen oder doch das lokale Gewerbe unterstützen? Vielleicht geht ja beides.
Wenn der Alltag wieder einkehrt, hat man keine Ausrede mehr, gewisse Dinge noch länger auf die lange Bank zu schieben: Fitnessstudios zum Beispiel. Wer am Fernbleiben im FlowerPower oder Athena wochenlang Corona oder «Corona» die Schuld gab, hat nun keine Ausflucht mehr. Auch das Verpassen von gewissen Online-Terminen («Welcher Tag ist heute? Freitag, der 47.») ist nun nicht mehr entschuldbar.
Und wie schaut es eigentlich mit der Badi aus? Wie wird es dort mit Sicherheitsmassnahmen aussehen? Sünnele mit Schutzmasken? Man stelle sich braungebrannte Solothurnerinnen und Solothurner vor, die beim Flanieren in der «Rue de Blamage» just in der Nasen-Mund-Partie einen bleichen (maskengrossen) Abdruck haben.

Die verschiedenen Maskentypen sind ja auch ein Thema für sich: Soll man nun N95, KN95 oder FFP2, vielleicht sogar FFP3 tragen? Oder wäre doch «corea 1st class» die richtige Entscheidung? Klar, man bräuchte eigene Solothurner Maske mit dem «legendär»-Logo darauf – so wie die weissen Fahnen, die momentan auf unseren Brücken wehen. Und Kurt Fluri hätte als Einziger einen römischen Helm (2000 Jahre alt natürlich) mit herunterklappbarem Schutzmasken-Visier. Oder man müsste politische Masken tragen. Unsere Regierungsrätinnen zum Beispiel: Brigit Wyss eine grüne und Susanne Schaffner eine rote Maske. Oder man könnte Schutzmasken erfinden, die sich nach der politischen Gesinnung färben; also der Atem, der in die Maske gehaucht wird, verrät die wirkliche Einstellung. Wobei das für den einen oder anderen sicher peinlich wäre, wenn sich die Maske braun färbte. Dann würde man durch die Maskierung die sprichwörtliche «Maske fallen lassen».

Egal ob Schuhe, Kleider oder Haushaltsgegenstände einkaufen, Fitnessstudio oder Badi-Besuch: Das Tragen von Masken – egal welche Sorte – wird uns noch lange begleiten. Aber keine Angst, irgendwann kommt dann die grosse Demaskierung. Spätestens an der nächsten Fasnacht. Voila. 

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