Michael Vescovi ist verärgert. «Fast täglich bolzen aufgemotzte Autos durch Zuchwil, manchmal bis spät in die Nacht», erzählt er missmutig. Das Verursachen eines solchen Lärmes sei komplett unnötig und diene lediglich dem Zweck, Aufmerksamkeit zu erregen, heisst es in der Beschreibung seiner Online-Petition. Die vorgeschlagene Massnahme klingt radikal: ein nächtliches Fahrverbot auf der Hauptstrasse in Zuchwil zwischen dem Kreisel beim Coop und dem Restaurant Peperoncini. Anwohner seien natürlich vom Fahrverbot ausgeschlossen.

Obwohl sich laut Vescovi auch andere Anwohner über «Geltungssüchtige mit ihren aufgemotzten Boliden» ärgern, wird die Petition erst durch sechs Personen unterstützt – das Ziel wären 200. Das Hauptverschulden für die niedrige Zahl der Unterstützer sieht Michael Vescovi bei sich selbst: «Ich habe noch nicht wirklich Werbung für die Petition gemacht.» Zudem vermutet er, dass einige Anwohner das nächtliche Fahrverbot als eine zu radikale Lösung empfinden.

Fahrverbot als letztes Mittel

Mit der Petition will Vescovi die Lärmverursacher darauf aufmerksam machen, dass aufgrund ihres Verhaltens Massnahmen untersucht würden, welche sie direkt betreffen. «Kombiniert mit Lärmkontrollen seitens der Polizei hätte dies sicher schon eine Wirkung», sagt er. Falls die 200 Unterstützer tatsächlich erreicht würden, kläre er ab, ob ein Fahrverbot auf diesem Strassenabschnitt überhaupt umsetzbar ist. Es solle aber wirklich nur die Ultima Ratio sein.

Bei der Kantonspolizei ist das Problem bekannt. In den vergangenen Wochen hätten sich laut Mediensprecher Bruno Gribi mehrere Anwohner bei der Polizei gemeldet und mitgeteilt, dass Automobilisten mit «getunten» Autos im Bereich der Hauptstrasse in Zuchwil sporadisch übermässigen Lärm verursachen. Und er sagt: «Die Polizei wird entsprechende Massnahmen zur Verbesserung der Situation einleiten.»

Die Petition endet am 24.6.