Am Sonntagabend löste die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden eine interkantonale Grossfahndung nach zwei Fahrzeugen aus. Wie die Kapo Innerrhoden jetzt in einer Medienmitteilung schreibt, war der Grund dafür eine mögliche Straftat in Zusammenhang mit Schusswaffen.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei konnten etliche Schusswaffen sichergestellt werden. Zurzeit könnten aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben gemacht werden, heisst es auf Seiten der Polizei.

In Tägerwilen verhaftet

«Wir haben uns am Sonntagabend an einer interkantonalen Fahndung beteiligt», bestätigt Mario Christen, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, auf Anfrage. Der Fahndungshinweis zum Fahrzeug, einem Mini mit Innerrhoder Kennzeichen, sei von der Kantonspolizei Innerrhoden gekommen. Erstmals auf Thurgauer Kantonsgebiet sei der Mini in Märstetten von einer Kapo-Patrouille gesichtet worden, diese habe dann auch die Verfolgung aufgenommen.

«Der Autofahrer missachtete in der Folge mehrere polizeiliche Haltezeichen und flüchtete via Felben-Wellhausen, Müllheim, Hörhausen, Steckborn, Berlingen, Ermatingen bis nach Tägerwilen», sagt Christen weiter. Während der Fahrt habe der Lenker mehrere Strassensperren durchbrochen und «beging zahlreiche schwere Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz».

«Schliesslich konnte das Fahrzeug in Tägerwilen angehalten und der Fahrer, ein 25-jähriger Schweizer, verhaftet werden», so Christen. Weshalb das Fahrzeug beziehungsweise der Fahrer zur Fahndung ausgeschrieben war, konnte er nicht sagen. Abklärungen seien im Gange.

Zweiter Verdächtiger verhaftet

Nebst dem 25-jährigen Schweizer konnte eine weitere verdächtige Person, ein 19-jähriger Deutscher, durch die Kantonspolizei Thurgau und das Grenzwachtkorps festgenommen werden.

An der Grossfahndung waren zahlreiche Patrouillen der Kantonspolizei Thurgau, Kantons- und Stadtpolizei St. Gallen, Kantonspolizei Zürich, Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden, Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden und das Grenzwachtkorps beteiligt. Die Strafuntersuchung wird durch die Staatsanwaltschaft Appenzell Innerrhoden geführt.

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