Kräiligen
Der Kräiliger Geländelauf ist 25-jährig

Jubiläum für den Kräiliger Geländelauf vom 6. Mai. Seit der ersten Austragung sind es genau 25 Jahre her. Bis 20-Jährige sind startberechtigt. Der Lauf fiel noch nie aus. Nur im Hochwassersommer musste zum Schützenhaus disloziert werden, weil die Strecke voller Geäst und Sand war.

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Gelände

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Berner Rundschau

MIRJAM ARNOLD

Der erste Geländelauf fand 1984 im Altisberg statt. «Damals hatte es nicht so viele Anmeldungen. Da reichte der Platz aus», erklärt der damalige Organisator Urs Bill aus Kräiligen. Die Grundidee zum Geländelauf ergab sich aus einer Aktion von J+S (Jugend und Sport): Wenn zwei Vereine zusammen einen Sportanlass organisierten, erhielten sie die doppelte Entschädigung, also zwei Franken pro Teilnehmer statt eines Frankens. «Deshalb haben Jugi und Schule Bätterkinden zusammengespannt», so Bill.

Damals habe man nach dem Lauf noch zusammen gebrätelt. Beim Vergleich von früher zu heute falle der Ort und die Art der Messung auf. «Als auf einmal mehr Kinder an den Start gingen, wurde schnell klar, dass ein paar Cola-Flaschen und ein Plastiktisch nicht mehr ausreichten. Deshalb verlegten wir den Geländelauf sieben Jahre nach dem ersten Lauf zum Hornusserplatz in Kräiligen», erklärt der ehemalige Organisator. Zugleich wurde die Handmessung durch elektronische Messgeräte ersetzt. Die Daten wurden nicht mehr mit Papier und Bleistift, sondern direkt am Computer ausgewertet. Allerdings war eine fehlerfreie Auswertung auch so nicht immer möglich. «Es kam vor, dass aufgrund des Namens ein Knabe oder ein Mädchen

fälschlicherweise in die jeweils andere Kategorie eingeteilt wurden», erklärt Peter Widmer (Bätterkinden). Viele Jahre hatte er im Rechnungsbüro mitgewirkt.

Das spektakulärste Rennen fand vor zwölf Jahren statt. Während es letztes Jahr um die 110 Teilnehmende waren, waren im Jahr 1997 rund 300 Läufer am Start. «Dies beanspruchte uns stark, weil wir nicht mit so vielen Kindern und Jugendlichen gerechnet hatten», so Urs Bill.

Das Teilnehmerfeld wird jünger

Den Trend für die nächsten Jahre sieht Bill im jünger werdenden Teilnehmerfeld. «Früher hatte man auch viel Sechst- und Siebtklässler. Heute scheint diesen das Wettlaufen nicht mehr so viel Spass zu bereiten.»

Das sieht auch Johanna Tanner, Mitorganisatorin des Laufs, so. Die jüngsten Teilnehmer seien - auf der Kurzstrecke - Zweijährige. «Sie rennen oder spazieren mit den Eltern und pflücken unterwegs sogar Blumen.» Dabei sein sei für sie eben alles.

Strecken

Jahrgänge 2002 und 2003 sowie jüngere: 500 Meter; 2000 und 2001: 900 Meter; 1998 und 1999: 1,4 Kilometer; 1996 und 1997: 2,1 Kilometer; 1993 bis 1995: Mädchen: 2,1 Kilometer, Knaben 2,6 Kilometer; 1989 bis 1992: Mädchen: 2,6 Kilometer, Knaben 4 Kilometer. Startzeiten auf www.tvb.ch ersichtlich.

Einige OK-Mitglieder haben die Aufgabe, kurz vor dem Lauf die Strecke von herunterhängenden Ästen zu befreien und sicherzustellen, dass die Strecke auch sonst ein geringes Verletzungsrisiko aufweist. Die Medaillen wurden bisher stets von Schülern des Wahlfaches «Handwerken» eigenhändig gegossen, die Bändel selber gedreht. Dies sei auch ein Grund, weshalb bis jetzt kein Startgeld bezahlt werden musste. Dies zog immer viele Kinder aus der Region Oberaargau-Emmental an: Von Wynigen über Burgdorf bis nach Koppigen fanden ambitionierte LäuferInnen den Weg in den Wald neben der Emme. Angefeuert werden sie vor allem von Verwandten und Bekannten. Auch «Unbeteiligte» stehen oft an der Strecke, um Läufer anzufeuern.

Dabei seien die Eltern oft ehrgeiziger als ihre Kinder. Es gebe aber auch Kinder, die das Verweilen in der bestens ausgestatteten Festwirtschaft vorziehen würden. Dankbar sind die Organisatoren den einheimischen Hornussern, welche jeweils regelmässig ihre Hütte und ihren Platz zur Verfügung stellen.

Der Geländelauf 2009 findet am Mittwoch, 6. Mai, statt. Die Ersten und Kleinsten starten um 17.30 Uhr. Ob der Geländelauf tatsächlich stattfindet oder aufgrund des Wetters um exakt eine Woche verschoben werden muss, kann am 6. Mai ab 11.30 Uhr unter der Telefonnummer 1600, Rubrik «Wetter», «Region Bern» und «Sport» in Erfahrung gebracht werden. Parkplätze sind nur beschränkt vorhanden. Anmelden kann man die Kinder direkt vor Ort.