Ein Brand in der politisch explosiven Villa Rosenau sorgte bei jenem Dutzend jüngerer Menschen, die bei Feuerausbruch gestern Morgen um sieben Uhr in der Villa hausten, zu sehr direkten Konsequenzen: Sie verloren das halblegale Dach über dem Kopf und mussten mit ihrer Habe ausziehen. Eine Person zeigte zudem Symptome einer Rauchgasvergiftung, verzichtete aber auf eine Spitaleinlieferung, wie René Gsell von der Staatsanwaltschaft sagt.

Das Feuer breitete sich in der ganzen Villa aus

Das Feuer breitete sich in der ganzen Villa aus

Wieso der Brand ausgebrochen ist, sei im Moment völlig offen. Möglich seien Brandstiftung, eine defekte Heizung oder anderes. Dies zu klären, sei nun Gegenstand der weitern Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Kriminaltechnischen Abteilung, führt Gsell weiter aus.

Offen ist auch, ob das Gebäude zumindest zu einem Teil wieder bewohnbar wird. Gsell: «Ob das von der Statik her möglich ist, müssen Fachleute abklären.» Falls nicht, so hat der Brand auch Konsequenzen für einen, der gestern Morgen zusammen mit Polizeikommandant Gerhard Lips ebenfalls vor Ort war - Baschi Dürr, seit letztem Freitag Basler Sicherheitsdirektor. Er sagt auf eine entsprechende Frage: «Hausherr ist das Bau- und Verkehrsdepartement. Aber es ist schon so, wenn das Haus nicht mehr bewohnbar sein sollte, dürfte sich die Angelegenheit an diesem Ort erledigt haben.»

Keine Personalien aufgenommen

Dass gestern ein Grossaufgebot aus Feuerwehr, Sanität und mehreren Polizeipatrouillen vor Ort war, habe nichts mit dem politischen Hintergrund der Villa Rosenau zu tun, sagt Gsell und fügt an: «Nach den Schilderungen der Zentrale tönte es nach einem Riesenbrand. Im Verhältnis zum tatsächlichen Ausmass waren wir zu viele.» Nicht aufgenommen wurden laut Gsell die Personalien der Besetzer. Beim Anrücken der Rettungskräfte seien 12 bis 15 Personen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren vor Ort gewesen, die zum Teil geblieben, zum Teil verschwunden seien. Eine Person habe man mitgenommen, um ein schriftliches Protokoll zu verfassen, so Gsell.