In einem ereignisreichen Spiel in Chur setzt sich Wiler am Samstag dank einem furiosen 6:0 im Schlussdrittel am Ende klar mit 10:3 Wenn am Ende eines 10:3-Auswärtssieges nicht nur pure Freude beim Sieger herrscht, dann deutet das meistens auf Nebenschauplätze hin. Solche gab es denn auch in der Partie zwischen Chur und dem SVWE.

Der Meister haderte am Ende mit den Schiedsrichtern. Diese sorgten mit zwei fragwürdigen Entscheiden für Diskussionen. Im Mitteldrittel entschieden sie beim Stande von 4:2 für den Meister bei einem Konter des Heimteams auf Tor, obwohl der Ball nicht annähernd die Torlinie überquert hatte. Zum Glück liess sich der Meister von diesem Phanton-Tor aber nicht aus der Ruhe bringen und zeigte eine starke Reaktion.

Formation war fünfmal erfolgreich

Die in dieser Saison bislang eher schwachen «Special Teams» waren für einmal ein Pluspunkt (3 Treffer in Überzahl, ein Shorthander und ein Tor bei 4 gegen 4) standen am Ende zu Buche. Aus dem Spiel heraus agierte insbesondere die dritte Linie mit Routinier und Antreiber Meister und den vier Youngsters Bürki, Laubscher, Affolter und Hollenstein spielfreudig und effizient.

Gleich fünfmal war diese Formation erfolgreich. Für die unschöne Schlussnote sorgte dann beim Stande von 3:9 (!) ein Zweikampf zwischen Riedi und Wittwer. Der Bünder drückte Wittwer von hinten unfair zu Boden, verhängte sich im SVWE-Routinier, der sich zu befreien suchte. Dies werteten die Schiedsrichter als Tätlichkeit und zückten die rote Karte.

Viel ereignisarmer, ja phasenweise fast gespenstisch verlief dafür das Spiel vom Sonntag gegen Uster. Wohl dem WM-Barragespiel der Schweizer Fussballer geschuldet, waren in der Grossmatt in Kirchberg nur 250 Zuschauer anwesend.

Die Ambiance war beinahe gespenstisch und die fehlende (An-)Spannung war dem Heimteam von Beginn weg anzumerken. Im ersten Dritte landeten von über 20 Abschlussversuchen gerade Mal zwei Schüsse auf dem dem Tor.

Fehlende Konsequnz

Die Ustermer nützten die fehlenden Emotionen und Konsequenz beim Heimteam zu einer Pausenführung nach 20 Minuten, in einem Drittel was – praktisch ohne jegliche Zweikämpfe – nach rekordschnellen 24 Minuten beendet war.

Im Mitteldrittel kam dann immerhin resultatmässig eine Reaktion. Captain Väänänen leitete mit seinem Treffer die Spielwende ein. Während einer kurzzeitigen Reduktion auf zwei Linien folgten zwei weitere Treffer, während nun Uster plötztlich im Abschluss die Präzision vermissen liess.

Der beste Abschnitt waren dann die letzten 20 Minuten, endlich war das „echte“ Wiler Spiel zu sehen und die Chancen häuften sich. Der Endstand von 6:3 war dann letztlich verdient und die drei Punkte das Wichtigste an diesem Spiel. (msl.)