Trotz des für den Vormittag angekündigten leichten Regens versammelten sich 20 Wanderfreunde der Pro Senectute Olten zu ihrer Wanderung in den nahen Aargau. Und siehe da, an unserem Ausgangsort Schöftland erwartete uns blauer Himmel und Sonnenschein. Beim Startkaffee begrüsste uns der Wanderleiter Werner Studer und gab noch einige Details zur heutigen Wanderung bekannt. Gleich zu Beginn folgte ein kurzer, aber steiler Anstieg durch den Staudenrain bis zum Waldrand. Wir konnten uns kaum sattsehen an den leuchtenden Herbstfarben. Weiter führte der Weg wie durch eine hohle Gasse mit Sandsteinhügel links und rechts bis zu der in Sandstein gehauenen und etwas düster wirkenden Felsenklause. Verschiedene Sujets und Ornamente sind in all den Jahren in die Wände geritzt worden. Weiter gings des Weges, so dachten wir jedenfalls, aber wegen Waldarbeiten war der Wanderweg gesperrt. Nach Absprache mit den Waldarbeitern bekamen wir aber die Erlaubnis durchzugehen und konnten gleich noch zusehen, wie ein Baum vor unseren Augen gefällt wurde. Ein eindrückliches Schauspiel. Beim Picknickplatz auf der Hochwacht oberhalb des Bööler Passes, welcher vom Suhrental ins Wynental führt, machten wir unseren Mittagshalt. Die Aussicht auf das Aargauische Mittelland war wohl sehr schön, aber der Blick auf die Alpen blieb uns verwehrt. Auf dem Weiterweg war beim kurzen, aber mit nassem Laub bedeckten Abstieg Vorsicht geboten. Danach gings aber auf einem bequemen breiten und kurvenreichen Waldweg weiter, vorbei an Orten mit den eigentümlichen Namen wie Hüenerhübel, Michelsweid, Zwölfruete und Chlippe bis zum Rütisgraben. Immer wieder gab es etwas zu bestaunen, sei es ein einsamer Schuh auf einem Baumstrunk oder eigenartige Gebilde aus Pilzen an Bäumen, Kunstwerken gleich. Unser Ziel, Mittelmuhen, kam immer näher und damit auch das Restaurant, wo wir es uns bei Kaffee und Kuchen gut gehen liessen. Noch einmal konnten wir auf dieser November-Wanderung den prächtigen Herbstwald bei idealem Wanderwetter geniessen. (mva)