Pünktlich um 07.30 Uhr fuhr der Reisecar von Schneider Reisen, Langendorf, vom Bahnhofplatz Subingen los. Unser Chauffeur, Schneider Patrick, musste noch zwei zusätzliche Stopps in Wangen a/Aare und in Rothrist einplanen, damit unsere Vereinsreise mit 40 Reisenden in Angriff genommen werden konnte.

Gut gelaunt erreichten wir nach einem kurzen Kaffeehalt in der Autobahnraststätte Kemptthal den Grenzübergang „Neuhaus“ bei Blumberg. Mit dem PW kann man die Grenze ungehindert passieren - nicht aber mit einem Reisecar! Um die Reiseformalitäten zu erledigen verschwand unser Chauffeur in der Zollstube. Ungeduldig warteten wir im Bus auf die Weiterfahrt. Nach einer sehr langen Wartezeit tauchte unser Chauffeur wieder auf. Juhui, denn wir hatten schon befürchtet, dass er „eingebuchtet“ worden war. Ja, ja, wenn deutsche Grenzwächter sich mit dem Adlersystem auf der Schreibtastatur herumschlagen, und der Name „Schneider Reisen“ nicht einfach zu schreiben ist, braucht es halt einfach mehr GEDULD. Patrick, du hast uns den ganzen Ablauf super erklärt. Wir schmunzeln noch jetzt...

Weiter ging die Fahrt, und schon nach kurzer Zeit erreichten wir unser Ziel: Donaueschingen. Der CSI Donaueschingen verspricht Abwechslung und ist Anziehungspunkt für tausende von Zuschauern. Nebst dem Geländefahren werden Wettkämpfe im Springreiten, Polo und in der Dressur durchgeführt.

Auf dem Festgelände angekommen, waren bereits die Vierspänner auf der Geländestrecke unterwegs. Die Ponys- und Grosspferde, welche mit ihren Kutschen im vollem Tempo mehrmals am gleichen Hindernis durch enge Pfosten kurven, begeisterten und faszinierten die Zuschauer. Es galt acht verschiedene Hindernisse, verteilt auf dem ganzen Fürstenbergischen Schlosspark, zu bewältigen. Vor allem die Fahrt durch die Brigach gilt als Publikumsmagnet, denn ein spritziges Vergnügen ist dort für Mensch und Tier garantiert. Als Sieger der Marathonfahrt durfte sich das Schweizerteam aus dem Wallis, Voutaz Jérôme mit seinem Freibergern, feiern lassen.

Auch der kurze, heftige Regenschauer am Mittag und am Nachmittag konnte uns die gute Laune nicht vermiesen. Schien doch bald wieder die Sonne.

Das Festgelände ist sehr weitläufig - trotzdem begnete man sich immer wieder. Sei es in den Festwirtschaften, der Ausstellermeile, dem Spring- oder Dressurplatz oder bei den Polospielen. Diese Sportart hatten viele in Natura noch nie gesehen und man war fasziniert von der Schnelligkeit der Pferde und der Treffsicherheit der Reiter.

Für einige, nicht tagelang reitbegeisterte Begleitpersonen, wurde ein Kurzausflug an den „Flohmarkt“ in der Innenstadt angeboten.  Es war ein kurzweiliger und lustiger Ausflug!

Beim gemeinsamen Abendessen durften wir die Schnelligkeit unseres argentinischen Kellners „ Alfredo“ in Lederhosen und strammen Waden bestaunen. Auch wenn die Salatsauce bei dem rassigen Tempo auf den Teppich tropfte - kein Wunder bei 8 Tellern und zwei Händen - blieben unsere Kleider verschont. In Rekordzeit hatten alle ihre Getränke und selbst die verschiedenen Menüs wurden innert kürzester Zeit serviert. Loriot hatte an Alfredo seine Freude gehabt!

Ein kurzweiliges Rahmenprogramm wurde nach der letzten Springprüfung geboten. Nebst einer Fohlenschau präsentierten sich, mit passender musikalischener Untermalung, eine Hengstquadrille der beiden Landesgestüte Marbach und Celle in der hohen Kunst der Dressur. Anschliessend boten zehn Zweispänner eine rasante Kutschenvorführung.

Voltigieren einmal anders, Daniel Kaiser (WM-Teilnehmer) demonstrierte mit seinem Showteam und einem "Trabbi" eine klasse Voltigierschau. Mit spektakulären Hebefiguren, die normalerweise auf dem Pferderücken vorgeführt werden, turnten sie durch den Springparcours.

Die doch relativ späte Heimreise von Donaueschingen nach Subingen verlief - leider ohne Blitzer - reibungslos. Einige waren schon nach kurzer Zeit eingeschlafen, andere hielten den Chauffeur auf Trab. Beim Erklingen des alten Liedes „Gilberte de Courgenay“ im Radio, wurde es so richtig laut im Car. Die „ältere Generation“ in den vorderen Reihen sang aus voller Kehle mit und niemand konnte da weiterschlafen.

Es war ein erlebnisreicher Tag, welcher nach Mitternacht in Subingen zu Ende ging. Beim Verabschieden war - trotz später Stunde - eine lockere und fröhliche Stimmung und man war sich einig: Wann findet die nächste Vereinsreise statt?

Der Reitverein Wasseramt möchte es nicht versäumen, einen herzlichen Dank unserem Chauffeur, Schneider Patrick, auszusprechen, der uns mit seinem Humor und durch seine ruhige und sichere Fahrweise wohlbehalten in Subingen ablieferte.