Das Auswärtsspiel am Samstag in Thun ging mit 8:5 verloren. Die Basler verpassten total den Auftakt in die Partie und lagen schnell mit 3:0 im Rückstand. Zwar kämpften sich UBR mit einer guten Teamleistung im 2. Drittel zurück zum zwischenzeitlichen 4:4, so dass nach Beendigung des Mitteldrittels wieder alles offen war.

Durch drei Tore des Thuners Thomas Kropf im hektischen Schlussdrittel, u.a. mit roter Karte auf Seiten der Gäste, gewann der UHC Thun schliesslich das zweite Auf-/Abstiegsspiel vor heimischer Kulisse. Captain Dennis Kramer meinte zum Spiel: "Die ersten 40 Minuten haben wir bis auf die Startminuten eigentlich einen guten Job gemacht. Wir hatten sehr gute Torchancen und liessen den Ball laufen. Wir gerieten dann dummerweise früh 0:3 in Rückstand. Hier hat vielleicht auch der ungewohnte Parkettboden dazu beigetragen. Im letzten und entscheidenden Drittel fehlte dann irgendwie die letzte Entschlossenheit auf unserer Seite."

Am Sonntag spielten die Herren von Unihockey Basel Region dann zu Hause in der Sporthalle Sandgruben vor ausverkauften Rängen und einem Saison-Zuschauerrekord von 561 Fans. Die Basler erwischen im Gegensatz zum Vortag einen Top-Start ins Spiel. Bereits nach einer Minute schoss der Schwede Tim Nyh das so wichtige erste Tor fürs Heimteam.

Die Gastgeber drückten daraufhin weiter mächtig aufs Gas. Bei 2:34 erzielte Jonas Marti auf Pass von Tim Nyh bereits den nächsten Treffer zum 2:0 für Basel. Gegen Ende des ersten Drittels nahmen die Spieler von UBR nochmals Fahrt auf. Durch zwei Tore innert 2 Minuten von Mikko Jolma und einem Treffer von Tiziano Conti (Best Player of the Game) lagen die Basler nach dem ersten Drittel klar mit 5:1 voraus.

Ein Time-Out hilft

Das Mitteldrittel plätscherte dann so vor sich hin. Die Basler wirkten unkonzentrierter als noch im Startabschnitt, es schlichen sich immer wieder Fehler ein. Die Thuner nutzten einen dieser Aussetzer auch prompt und kamen kurz vor Spielhälfte zum Torerfolg. Die Basler lagen so nach 40 Minuten immer noch mit 5:2 in Führung.

Die Thuner witterten nun ihre Chance und kamen topmotiviert und bereit aus der Kabine und schossen gleich zu Beginn des Schlussdrittels zwei weitere Tore zum Anschluss von 5:4. Der finnische Trainer Antti Peiponen reagierte aber sofort und nahm sein Time-Out bei 44:04. Nach dem Spiel unterstrich Peiponen, dass für ihn immer klar war, dass wenn die Basler ihr Spiel weiter konzentriert und konsequent durchziehen würden, der zweite Sieg in dieser Serie in Reichweite blieb.

Die Basler agierten nun wieder konzentrierter und konnten ihr Spiel wieder aufziehen. Dann kam auch im zweiten Heimspiel die grosse Schlussoffensive der Basler. Der Junior Andrin Spring schoss das so wichtige 6:4 auf Pass von Tim Nyh. Dann folgte die Showeinlage des Nationalspielers Patrick Mendelin und des finnischen Scorers Mikko Jolma.

In der zweitletzten Spielminute zuerst Pass von Patrick Mendelin und Tor von Mikko Jolma und dann nur 15 Sekunden vor Schluss Pass von Jolma und Tor von Mendelin. Der Top Scorer der Basler scheint eine Vorliebe für «Last Second Tore» zu haben. Beim ersten Heimspiel schoss er bereits 9 Sekunden vor Schluss das Siegestor und beim zweiten Heimspiel waren es 15 Sekunden. Man darf gespannt sein,  was er dem Publikum beim dritten Heimspiel am Sonntag, 7. April um 17:00 zeigen wird, hoffentlich wieder vor ausverkaufter Halle!