Pro Senectute

Über die sanften Hügel des Emmentals

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Vor Simon Gfellers Gedenktafel

Vor Simon Gfellers Gedenktafel

Auf die 25 Wanderfreunde der Pro Senectute Olten wartete ein abwechslungsreicher Tag. Nach dreimaligem Umsteigen war das erste Ziel, die Schaukäserei in Affoltern im Emmental, erreicht. Hier können Besucher die Herstellung des Emmentaler Käses durch ein grosses Deckenfenster live beobachten. Nach dem Startkaffee und einigen Käseeinkäufen begrüsste der Wanderleiter Hansruedi Hofer die muntere Gruppe. Eine leichte Brise begleitete uns bei sonnigem und idealem Wanderwetter zu Beginn auf dem sanften Aufstieg. Schon bald führte der Weg an einer bunten Magerwiese mit Margeriten, Wiesensalbei, Skabiosen und vielen anderen Frühlingsblumen vorbei. Beim ersten Trinkhalt bot sich uns ein fantastischer Ausblick auf die Schrattenfluh und den Hohgant, sowie das im Tal liegende Sumiswald. Weiter gings auf schmalem Pfad und durchs nasse Gras dem Waldrand entlang bis Neuegg. Immer wieder blieben wir vor den schmucken Emmentaler Bauernhäusern stehen. Als idealer Ort für den Mittagshalt bot sich der Platz vor dem Schulhaus in Egg an. 14 Schüler in zwei Klassen werden in dieser Gesamtschule noch unterrichtet. Immer wieder zogen Milane ihre einsamen Kreise über uns. Nur ein paar Schritte vom Schulhaus entfernt erinnert eine Gedenktafel an den Schweizer Mundartschriftsteller Simon Gfeller. Weiter gings über die typische Hügellandschaft des Emmentals mit ihren weitherum verstreuten Höfen bis zur Burg Brandis, eine nur noch als Ruine erhaltene Höhenburg aus dem 13. Jahrhundert. Heute sind nur noch Mauerreste und ein Halsgraben sichtbar. Es folgte nun ein steiler und schmaler Weg hinunter bis zum Hof Brandis, wo eine Überraschung auf uns wartete. Wir wurden vom Cousin des Wanderleiters empfangen und kamen in den Genuss einer ausführlichen Hofbesichtigung, auch der alten historischen Gebäude und Gerätschaften. Danach wurden wir auf der Terrasse mit verschiedenen feinen Kuchen und Kaffee verköstigt. Noch ca. eine halbe Stunde auf einem schmaler Weg der Emme entlang, dann musste ein etwas wackeliger Steg überquert werden, und schon kam der Bahnhof von Hasle-Rüegsau in Sicht. Alle waren sich einig: Diese abwechslungsreiche Wanderung über die sanften Hügel des Emmentals wird uns in bester Erinnerung bleiben. (mva)

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