Gelegen im Herzen des Prättigau liegt auf 660 m.ü.M. das knapp 2‘700 Einwohner zählende Dorf Schiers. Mittlerweile ist den Mitgliedern des TV Kaufleute Solothurn dieser schöne Ort bekannt, denn bereits zum siebte Mal fand dort das Trainingslager der Geräteriege statt.

Mit Zu- und Abreisenden trainierten im Schnitt 35 Turnerinnen und Turner während 4 Tagen in der sehr gut ausgerüsteten Turnhalle der Sportanlage Oberhof. Am Morgen nach dem Frühstück vertrieb man mit einem Tanz zu „Cotton Eye Joe“ die letzte Müdigkeit aus den Gesichtern der Teilnehmenden. Danach wurden mit einem abwechslungsreichen KBK (Kraf-Beweglichkeit-Kondition) die grösseren Turnerinnen und Turner fit gemacht für den bevorstehenden Trainingstag, während die kleineren im traditionellen Lager-Wettkämpfli ihr Bestes gaben.

An Reck, Boden, Ring und Sprung – für die Jungs und jung gebliebenen auch noch am Barren – wurden fleissig Elemente gelernt und geübt. Unter fachkundiger Leitung brachten die Trainer den Kindern und jungen Erwachsenen erfolgreich neue Elemente bei. Von Tag zu Tag wurden die Teile anspruchsvoller und man wagte sich an immer schwerere Elemente. Ganz nach dem Motto: schneller, weiter, höher wirbelten und flogen die Teilnehmenden bildlich gesprochen nahezu bis zu den höchsten Höhen des Rätikon auf 2964 m.ü.M.

Für den Ausgleich sorgten abwechslungsreichen Lektionen. Von Speerwerfen bis Massage – die Kombination wäre dann wohl Akupunktur? – gab es zum harten Training aktive Erholung. Dank gutem Wetter konnten somit auch alle mal raus aus der Halle an die frische Bergluft zum Sonnentanken.

An den Abenden hatten die Teilnehmenden jeweils Zeit zur freien Verfügung, ausser es mussten gerade neue und einmalig sensationelle Produkte wie das vielfältig einsetzbare AEK-Säuli, das nicht ganz dichte Migros-Chörbli 3000, der Disco-Hut mit Bling-Bling-Effekt, die unvergleichlichen Adiletten, die multifunktional und sinnvoll einsetzbare Tupperware oder die klangstarke Luftgitarre beworben werden. Am letzten Abend ging es dann mehr um gute Turn- und Wappenkenntnisse, aus der Hand lesen (oder wenigstens zuordnen), Balance, Geschicklichkeit und Ruhe sowie den Cola-Schlaumeier-Gaumen.

Alle Anstrengungen, kleineren Blessuren und Reibereien waren spätestens nach Auflösen des Wichtelns wieder vergessen.

Unser geliebtes Schiers wurde für einmal mit etwas Wehmut verlassen, weil wir schon wussten, dass unser Lager im nächsten Jahr leider nicht im Bündnerland stattfinden wird
Trotzdem: In Solothurn warten bereits die Eltern, Freunde, Verwandten und Bekannten. Die Freude alle wiederzusehen war gross.