Rad

Traditioneller Anlass wird zum Prominenten-Treffen: Fricktalisches Mannschaftszeitfahren Sulz mit über 200 Teilnehmern

Doppel-Schweizermeisterin Marlen Reusser starte mit Badreddin Wais und war schneller, als mancher Fricktaler Vierer.

Das zum 14. Male in Sulz ausgetragene «Fricktalische Mannschaftszeitfahren» ist schon lange ein Anlass, der weit über die Region hinaus bekannt ist. Unter den 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die am Sonntag das Rennen in unterschiedlicher Streckenlänge unter die Räder nahmen, war einiges an Radsport-Prominenz dabei.

So startete Doppel-Schweizermeisterin Marlen Reusser mit ihrem Partner Baddredin Wais, der für sein Heimatland Syrien schon mehrmals an den Rad-Weltmeisterschaften teilnahm, im Paar-Rennen. Während die übrigen Paare nur eine Runde, nämlich 28,5 km zurücklegten, machten Reusser/Wais zwei Umgänge.

Reusser/Wais waren nicht nur deutlich schneller als alle anderen Paare, sondern waren auch schneller als die Fricktaler Vereine Wittnau, Kaisten und Gansingen. Diese hatten die zwei Runden zu viert absolviert. Einzig das Junioren-Trio Fabian Weiss (Sulz), Jakob Klare (Allschwil) und Damien Fortis (Lignon) war um 18 Sekunden schneller als das Duo Reusser/Wais.

Lea Huber (Sulz), Jan Christen (Gippingen) und Noelle Rüetschi (Gipf-Oberfrick) sind drei von sechs Radsportlerinnen und Radsportler, die nächste Woche an der Europäischen Jugend-Olympiade in Baku in Aserbeidschan teilnehmen.

Lea Huber (Sulz), Jan Christen (Gippingen) und Noelle Rüetschi (Gipf-Oberfrick) sind drei von sechs Radsportlerinnen und Radsportler, die nächste Woche an der Europäischen Jugend-Olympiade in Baku in Aserbeidschan teilnehmen.

Im Einsatz standen auch die beiden Trios, die die Schweiz nächste Woche in Baku in Aserbeidschan an der Jugend-Olympiade im Radsport vertreten werden. Im Rennen über eine Runde waren sowohl die Amazonen Lea Huber (Sulz), Noelle Rüetschi (Gipf-Oberfrick) und Elisa Alvarez (Samedan) wie auch die drei U-17-Fahrer Jan Christen (Gippingen), Yanis Markwalder (Weinfelden) und Nils Aebersold (Steffisburg) deutlicher schneller als ihre meisten älteren und erfahrenen Konkurrenten.

Schweizer Radsportgrösse mit von der Partie

In der Prüfung der Rennfahrer, die 85,5 km zurück zu legen hatten, schwang das Fricktaler Team «Kibag-BNP» um Master-Schweizermeister Stefan Rütimann (Leibstadt) und Aargauer-Meister David Amsler (Auenstein) mit einem Vorsprung von nicht ganz vier Minuten klar obenaus. Im Rennen der «reiferen Herren» mit Jahrgang 1973 und älter spielte in der siegreichen Mannschaft «Sporthaus Ponzio» der frühere Elite-Amateur und heutige Lokomotivführer Peter Büchler zwar die «Lokomotive». 

Seit vielen Jahren wieder an einem Radrennen gesichtet: Urs Zimmermann (Zweiter von rechts), der Sieger der Tour de Suisse 1984.

Seit vielen Jahren wieder an einem Radrennen gesichtet: Urs Zimmermann (Zweiter von rechts), der Sieger der Tour de Suisse 1984.

Aber mit Urs Zimmermann sah man in diesem siegreichen Vierer erstmals seit vielen Jahren wieder eine einstige Schweizer Radsportgrösse aktiv an einem Radrennen. Zimmermann hatte 1984 die Tour de Suisse gewonnen, war 1986 Schweizermeister und Dritter der Tour de France sowie 1988 ebenfalls Dritter des Giro d’Italia gewesen.

In Sulz auch dabei: Die Behinderten-Radsportler mit dem unverwüstlichen Heinz Frei (Mitte).

In Sulz auch dabei: Die Behinderten-Radsportler mit dem unverwüstlichen Heinz Frei (Mitte).

Bei den Handbikern, die zum zweiten Male in Sulz eine Startgelegenheit erhielten, gehörte der unverwüstliche Solothurner Heinz Frei dem siegreichen Team. Der Oberschenkel-Amputierte Roger Bolliger (Uerkheim) führte das siegreiche Trio der Kategorie «Standing» an. Mit neun Paaren waren auch die Militärradfahrer in Sulz gut vertreten.

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