Seniorenrat Dietikon

Telefonbetrüger sind schlau - seien Sie schlauer

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Referent Rolf Decker (zvg)

Referent Rolf Decker (zvg)

Etwa 80 interessierte Personen fanden sich auf Einladung des Seniorenrates Dietikon zum letzten Vortragsnachmittag 2019 im Gemeinderatssaal ein. Informativ und lebendig – gespickt mit vielen realen Vorkommnissen – konnte Rolf Decker von der Kantonspolizei Zürich das schier unglaubliche Vorgehen der immer dreisteren Telefonbetrüger aufzeigen.

Auch wenn auf seine Einstiegsfrage: ‚Wer hat Angst, Opfer eines Telefonbetruges zu werden‘? - sich niemand der Anwesenden meldete: Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: 2018 gab es allein im Kt. Zürich 99 Betrugsfälle mit einer Deliktsumme von Fr. 5.6 Millionen (sic!) – Dunkelziffer unbekannt! Die Tatsache, dass keine Gesellschaftsschicht, keine noch so gute Bildung davor gefeit ist, Opfer eines Telefonbetruges zu werden, lässt den Referenten mit aller Deutlichkeit sagen: Es kann jedem passieren – auch wenn wir es nicht wahr haben wollen. Raffinesse und Dreistigkeit bei der Vorgehensweise lassen sich kaum überbieten.

Konkrete und klare Verhaltensweisen jedes Einzelnen können wesentlich dazu beitragen, dass der ‚Enkel‘ mit seiner Geldforderung nicht zum Ziel kommt – davon ist der Referent überzeugt – und gibt dementsprechend auch hilfreiche Tipps: Überprüfen Sie Ihren Telefonbucheintrag: Wenn Sie einen Vornamen wie Rosmarie, Edeltraud, Adelheid, Esther, Gustav, Anton…. Heissen (alles ‚ältere‘ Vornamen, welcher auf eine ältere Person hinweisen könnten: Lassen Sie den Eintrag ändern (R. statt Rosmarie etc)! Seien Sie misstrauisch, wenn Sie am Tel. jemand raten lässt, wer am Tel. ist! Nehmen Sie Warnungen von Bankangestellten erst und lassen Sie deren Unterstützung zu! Vorsicht auch bei Anrufen der Polizei d.h. ‚falschen Polizisten‘ – eine immer häufiger angewandte Masche…

Eine Binsenwahrheit gilt auch hier: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl – ein oft sehr guter Ratgeber. Zitat einer direkt betroffenen Person: „Im Nachhinein denke ich, dass viele Sachen unglaubwürdig waren. Ich kann mein Verhalten nicht erklären, es hatte nichts mit Vernunft zu tun“. (Weitere Hinweise der Kantonspolizei Zürich unter www.telefonbetrug.ch)

Peter Heinzer

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