Bei traumhaftem Winterwetter füllte sich kürzlich der festlich geschmückte Saal des ref. Kirchgemeindehauses mit beinahe 70 Personen von Niedergösgen.  Traditionsgemäss hatte die Stundenhilfe Niedergösgen EInwohnerInnen ab 60 Jahren zum ersten Seniorennachmittag des Winterhalbjahres 2012/2013 unter dem Motto Musik und Geschichten eingeladen. Dieser wurde im ersten Teil von den MusikschülerInnen von Frau Ohara und mit Lesungen von Frau Eglin abwechslungsweise gestaltet.

Gleich zu Beginn verzauberte die gekonnte vorgetragene Melodie mit drei Violinen unterstützt mit Zweierbesetzung am Keyboard und begleitet mit einer Trommel,  einem Jungle-Tambourin  die Anwesenden. Anschliessend las Frau Eglin als erstes die Mundartgeschichte „ En Ängel us Chlaus“ aus der Feder der schweiz. Schriftstellerin Elisabeth Liechti. Der zweite Auftritt des Orchesters erfolgte in Vollbesetzung. Zwölf ViolinschülerInnen im Alter von 5 bis 12 Jahren boten ein gekonntes Konzert. Musikalisch rein klang ihr Vortrag.  Unterstützt wurden sie von der Musiklehrerin Frau T. Ohara und deren Mann, welcher mit seiner Gitarre begleitete. Frau Ohara bot mit ihren Violinschülern ein abwechslungsreiches Programm mit immer wechselnden Besetzungen, rhythmischen, tragenden oder beschwingten Melodien.  Die Vielseitigkeit der jugendlichen Musiker faszinierte und wurde von den Konzertbesuchern mit warmem Applaus belohnt.  Obwohl die Kinder konzentriert bei der Sache waren, spielten sie die Melodien mit Leichtigkeit und die Freude am Musizieren war zu spüren. Zum Abschluss formierte sich sogar ein Chor mit Solosängerin, welche mit Violinbegleitung wohlklingend das Lied: „Zimetstärn ha ni gärn“ vortrug“. Die Vorträge waren allesamt Herzensgeschenke an die Geladenen.  Dazwischen zog Frau Eglin die Lauschenden mit ihren Geschichten in ihren Bann. Der Schluss der Geschichte löste zum Teil heiteres Gelächter aus z. b. die Geschichte mit dem Titel „Ueberraschig“, welche von  einem Grossvater erzählt, der sich nie etwas aus Weihnachten machte und nach dem Motto lebet: „Eg geb nüt ond wott nüt“ plötzlich in der Vorweihnachtszeit fein rausgeputzt in die Stadt fuhr und von einer Ueberraschung zu Weihnachten sprach - und was präsentierte der Grossvater seiner Familie am Heiligen Abend: ein neues Grosi! Oder die einsame Frau, die ihrer Putzhilfe zum Festtag eine neue nie gebrauchte Ledertasche schenkte, in welcher sich während des Nichtgebrauchs eine Mäusefamilie eingenistet hatte!

Im zweiten Teil des Programms sang Frau Bucher mit den Gästen Weihnachtslieder und die Flötengruppe  unterstützte mit ihrem eindrücklichen Spiel die festliche Vorweihnachtsstimmung.

Im dritten Teil offerierte der Stundenhilfeverein feine frisch zubereitete belegte Brötli und zum Dessert Schwarzwäldertorte mit Kaffe oder Tee avec. Dieser Zvieri mundete allen sehr.  Angeregte Unterhaltung, schallendes Lachen oder einfach stilles Zuhören prägten den geselligen Teil, bevor sich vor Einbruch der Dunkelheit, dankbare Gäste auf dem Heimweg machten. Der nächste Anlass findet am 16. Januar 2013 statt. Lotto spielen ist angesagt. hh