NLB-Handball

Städtli bestätigt den Aufwärtstrend: Der STV Baden besiegt die Kadetten Espoirs mit 32:28 und ist wieder NLB-Leader

Ilan Baumann war beim 32:28-Sieg mit neun Treffern der erfolgreichste Werfer des STV Baden.

Ilan Baumann war beim 32:28-Sieg mit neun Treffern der erfolgreichste Werfer des STV Baden.

Städtli 1 zieht zum Beginn und in der Schlussphase der Partie schwache Minuten ein, setzt sich aber letztlich ungefährdetmit 32:28 durch und zeigt unter dem Strich die bisher beste Leistung 2020. Zur Pause hatten die Aargauer mit 16:11 geführt.

Hoffentlich wird das nicht zur Gewohnheit... Wie schon vor der letzten Partie gab erst einmal eine Hiobsbotschaft auf den Rängen zu reden. Der Pechvogel diesmal: Seppi Zuber. Der beste verbliebene Torschütze im Badener Kader fing sich tags zuvor im Training einen doppelten Mittelhandknochenbruch ein und muss den Rest der Saison 2019/2020 von der Bank aus verfolgen.

Kein gutes Vorzeichen für die Heimpartie gegen die Wundertüte Schaffhauser Espoirs. Die wurden ihrem Ruf zum einen gerecht, indem sie nur mit elf Spielern aufliefen, zum anderen begannen sie die Partie gleich mal ohne Torhüter und mit einem Feldspieler mehr.

Der umstrittene taktische Kniff zeigte ein Stück weit Wirkung. Schwerer ins Gewicht fielen aber die Abstimmungsprobleme der Badener, die sich erst mal so richtig schwertaten.

Komfortable Pausenführung

Geschlagene 15 Minuten dauerte es, bis aus dem ersten Gleichstand auch die erste Führung wurde. Ab dann drückten Ilan Baumann (9/12) und Torhüter Marco Wyss (27/55, 50%) der Partie ihren Stempel auf und führten ihr Team zu einem komfortablen 16:11-Pausenstand.

Baden kombinierte auch nach dem Pausentee druckvoll weiter und konnte sich auf einen Marco Wyss im Tor verlassen, der für die Gegner immer grösser und grösser wurde. Der Vorsprung pendelte sich bei sechs, sieben Toren ein, und auf den Rängen war man schon daran, es sich für die Schlussphase gemütlich zu machen, als der Badener Faden plötzlich riss.

Badener bringen Gegner selber zurück in die Partie

Zehn Minuten vor Schluss hatten die stets aufsässigen Schaffhauser den Rückstand auf zwei Tore verkürzt und dabei von diversen technischen Fehlern, Fehlwürfen und kleinen Missverständnissen der Platzherren profitiert – die es offensichtlich noch nicht gewohnt sind, eine Partie in der neuen Teamkonstellation heimzuschaukeln. 

Doch wieder waren es Baumann und Wyss, die die Kohlen aus dem Feuer holten und dafür sorgten, dass das Aufflackern der Schaffhauser Hoffnungen ein Strohfeuer blieb. 

Alles in Allem die beiden Ausfälle gut kompensiert

Der 32:28-Sieg hätte sicher deutlicher ausfallen können. Unter dem Strich darf man aber mehr als zufrieden sein, dass das Team von Trainer Björn Navarin den Aufwärtstrend der zweiten Halbzeit in Solothurn bestätigt hat – und dass es in der Lage ist, den Ausfall gleich zweier Leistungsträger in derart kurzer Zeit derart überzeugend aufzufangen. 

Städtli 1 ist mit dem Sieg wieder an die Tabellenspitze gerückt und hat sich ein paar Tage Erholung verdient. Am Samstag, 29. Februar, geht es weiter mit der Partie gegen das erstarkte Chênois Genf, das gegen die Schaffhauser Espoirs immerhin ein Unentschieden herausholte. Ein Spaziergang wird auch das nicht.

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