Marie-Christine Egger wurde mit dem diesjährigen Solothurner Heimatschutzpreis ausgezeichnet. Die Preisverleihung vor gut 100 Gästen fand am Freitag, 17. November im Kunstmuseum Solothurn statt. Daniele Grambone (Präsident SoHS) begründete in seiner Eröffnungsansprache den Entscheid damit, dass es der Stadtführerin mit ihren Rollen aus vergangen Epochen gelinge, die Menschen und ihre Geschichten von damals in die Gegenwart unserer Stadt zu bringen, und dass sie damit einen wichtigen Beitrag in der Vermittlung unserer Stadtgeschichte leiste.

Nach einer musikalischen Einlage von Jaap van Bemmelen mit Gitarre unplugged hielt Stadtpräsident und Nationalrat Kurt Fluri die Laudatio. Er durchschritt die 30-jährige Karriere von Marie-Christine Egger und spannte den Gedanken weiter, was eine Marie-Christine Egger den Besucher Solothurn in 100 Jahren zeigen würde? Höchstwahrscheinlich würde sie zum Erstaunen aller mit einem benzinverbrennenden Auto ankommen, um über die Vorliebe der Solothurner für auf der Gasse gebratene Brautwürste zu referieren.

Zum Abschluss gab es einen kurzen Ausblick auf das europäische Kulturerbe-Jahr 2018. Der Solothurner Heimatschutz werde zum Ursprung der Heimatschutzbewegung zurückkehren, nämlich zur Solothurner Schanze. Mit einem Schülerwettbewerb sollen die jüngeren Generationen animiert werden, sich mit dem gewaltigen Bauwerk und seiner bewegten Geschichte auseinanderzusetzen. Nach dem offiziellen Festakt wurde beim Apéro weitergefeiert mit Hintergrundmusik von Michiel van Bemmelen und Cedric Moos.

Fotos: Lenka Reichelt, Biberist