Mit einer Rekordbeteiligung von 35 Booten feiert das Solothurner Achterrennen  am Samstag, 4. November 2017 seinen 30. Geburtstag. Nach einer Pause von rund 12 Jahren startet wieder ein Frauenachter in den Farben des Solothurner Ruderclubs. Die Rennstrecke führt vom Bootshafen des TCS Campingplatzes Aare aufwärts um das Inseli „Länggrien“ und zurück zum Bootshafen. Das war nicht immer so.
Neben dem Frauenachter ist für Solothurn auch der Männer Masterachter unterwegs. Die Boote starten in zwei Serien einzeln im Abstand von rund 30 Sekunden. Die erste Serie beginnt um 12 Uhr, die zweite um 13.30 Uhr. Ein Besuch lohnt sich schon vor dem Rennen, um das Gewusel von Athleten und das Durcheinander von Booten, Riemenrudern, Skulls und Bootsböcken zu beobachten. Irgendwie werden die rund 18 Meter langen und 95 kg schweren Achterboote durch das Gewühl hindurchgeschleust und gewassert. Das muss geübt sein, damit jeder Handgriff der acht Träger sitzt. Denn die eleganten Rennachter sind empfindlich und wollen möglichst sanft behandelt werden. 

Die Regattebeiz verwöhnt Sie mit der traditionellen Suppe, Kaffee und Kuchen oder mit etwas Leckerem vom Grill. Das Team freut sich auf Ihren Besuch!

Die Geschichte des Achterrennens

Im Herbst 1988 lud der Solothurner Ruderclub SRC erstmals zu einem Achter-Langstreckenrennen ein. Der Start erfolgte etwas unterhalb von Altreu, was bis zum Bootshaus des SRC eine Rennstrecke von sieben Kilometern ergab. 

Einst ein Rennen durch die Stadt. Nach einigen Jahren änderte die Strecke. Das Rennen führte nun vom Kraftwerk Flumenthal zum Bootshaus, also mitten durch die Stadt und war für das Publikum sehr attraktiv. Neue Brückenbauten machten dann leider nochmals eine Änderung nötig: Zuerst war die Durchfahrt unter der Rötibrücke zeitweise nicht passierbar, als diese einem Neubau weichen musste und abgerissen wurde. Kurz darauf gab es neue Baustellen oberhalb des Bootshauses, wo die Fussgängerbrücke und der  Autobahnzubringer erstellt wurden.

Heute Start vor dem Bootshafen. Aktuell starten die Boote nacheinander im Abstand von 30 Sekunden vor dem Bootshafen beim TCS-Camping. Gewassert wurde bis vor zwei Jahren ohne Steg im seichten Wasser. Heute ist es viel bequemer. Der Steg, welcher anlässlich der Renovation des SRC-Bootshauses provisorisch erstellt worden war, dient den Teilnehmenden als Start- und Landestelle. Die 10-km-Strecke führt bis auf die Höhe des Hofes Riemberg und nach einer Wende ums Inseli „Länggrien“ flussabwärts zurück zum Bootshafen.
Bis heute gingen die Anlässe glücklicherweise reibungslos über die Bühne. Sogar der Nebel mag das Achterrennen, lichtete er sich doch immer rechtzeitig zum Start. Probleme verursachte er aber häufig bei der Kurssetzung, da die Sicht von Boje zu Boje schlicht nicht vorhanden war und diese nach Gefühl gesetzt werden mussten. Glück im Unglück hatte der Solothurner Achter während einer Trainingsfahrt vor drei Jahren, als er auf der Suche nach der Ideallinie in den sehr stabil stehenden stählernen Signalmast beim oberen Inselispitz krachte. Mit einem zerstörten Ausleger und Ruder ging das Boot ab in die Reparatur an den Zürichsee und wurde ganz knapp auf das Rennen hin instand gestellt. Damit bewiesen die Solothurner gleich selber, dass diese Stelle wohl die schwierigste im ganzen Rennen ist. Müssen doch in der Kurve oberhalb vom Inseli unbedingt Strömung und Wind einberechnet werden. 
Idyllische Rennstrecke. Anfangs November, bei schönem Herbstwetter mit den letzten wärmenden Sonnenstrahlen und den leichten Nebelschwaden über dem Wasser ist die Rennstrecke besonders idyllisch. Die Boote flitzen vorbei an Schilfgürteln, Biberburgen und Auenlandschaften. Hätten die Ruderteams Musse, würden sie jede Menge Reiher, Blesshühner, elegante Haubentaucher, ab und zu einen Eisvogel und vielleicht einen Biber sehen. Und fände das Rennen im Frühling statt, könnten sie sogar den Starsänger Pirol mit seinem wohlklingenden Flöten hören. Vermutlich konzentrieren sich die Athleten jedoch auf Schlagzahl, Rhythmus und korrekten Bewegungsablauf und haben nur begrenzt Augen für Flora und Fauna.
Presidents Cup. Der Schweizerische Ruderverband SRV will das Rudern in Grossbooten fördern und hat deshalb den Presidents Cup ins Leben gerufen. Der Cup wird an verschiedenen Rennen – auch dem Solothurner Achterrennen -  zwischen September und Juni ausgetragen und jährlich demjenigen Club verliehen, der die erfolgreichsten Achterboote in allen Kategorien stellt. Das Schlussklassement der Saison 2016/17 sieht den Seeclub Zürich als Sieger vor GC Zürich und Seeclub Zug. Der SRC liegt auf Rang 19. Weitere Infos auf www.swissrowing.ch >Events.