Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzverein Matzendorf

«social distancing» beim Beobachten der Vögel

megaphoneVereinsmeldung zu Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzverein MatzendorfNaturschutz-, Vogelschutz- und Pilzverein Matzendorf

Wie jedes Jahr – gewöhnlich während der kalten Jahreszeit – machen sich die Vogelschutzvereine auf ihre Kontroll- und Reinigungsgänge im Siedlungsgebiet, entlang von Gewässern und Waldrändern und in den Wäldern selbst. So auch in Matzendorf, wo einige Mitglieder des örtlichen Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzvereins (nvpm) jeweils die über 250 angebrachten Nisthilfen für Meisen, Sperlinge, Kleiber, Baumläufer, Schwalben und Segler, als auch Turmfalken und Schleiereulen aufsuchen. Es gilt die zur Unterstützung des Brutgeschäfts angebrachten Nisthilfen der Höhlen- und Halbhöhlenbrüter einer Grobreinigung – ähnlich einem Wohnungs-Frühlingsputz – zu unterziehen. Gleichzeitig kann anhand des eingebrachten Nistmaterials festgestellt werden, welche Vogelart die zur Verfügung gestellte Behausung während des vergangenen Frühlings oder Sommers zur Aufzucht seines Nachwuchses genutzt hat. Bei dieser Gelegenheit werden die Nisthilfen von Verunreinigungen befreit, kleine Beschädigungen behoben, mit einem neuen, wasserabweisenden Dach versehen oder durch einen Neubau ganz ersetzt. Damit die Standorte bzw. die Örtlichkeiten an denen die sogenannten Nistkästen angebracht sind für alle Helfer jederzeit auffindbar bleiben, werden diese Behausungen nummeriert und inventarisiert. Dazu wurde das Gemeindegebiet von Matzendorf in mehrere Abschnitte unterteilt und die Standorte auf Landeskarten mit den entsprechenden Nummern markiert. Die zugehörigen Listen geben dann Auskunft über das jeweilig vorliegende Gebiet (Siedlung, Hofstatt, Wald etc.), wo der Nistkasten angebracht ist (Baumart, Hausfassade, Schopf etc.), für welche Vögel die Nisthilfen gedacht sind (Meise, Star, Mauersegler etc.), welche Art schliesslich sein Nest im betreffenden Nistkasten erbaut hat (Meise, Schnäpper, Turmfalke etc.) und wann die Kontrollen und die Reinigung stattgefunden haben. Bei den meisten Höhlenbrütern werden die, fast ausschliesslich mit natürlichen Materialien wie getrocknetes Gras, Halme, Moos, Rinde, Federn und anderes mehr, erbauten Nester im Innern der Nisthilfen komplett entfernt, so dass die nächsten Bewohner ihre Behausungen wieder mit ihren selbst zusammengesuchten Materialien ausschmücken und es sich gemütlich einrichten können. Dabei kommt es auch nicht selten vor, dass zwischen Frühling und Herbst verschiedene Vogelarten nacheinander im selben Nistkasten brüten. Spätestens beim Putzen wird dann für die Betreuer aufgrund des Nistmaterials und der Bauweise jeweils ersichtlich, dass nach dem Ausfliegen der ersten Brut auf dem hinterlassenen Nest eine andere Vogelart seinen eigenen Nistplatz errichtet hat. Würden die Nisthilfen durch die Vogelschutzvereine und freiwillig Helfende nicht regelmässig gesäubert, wären nach 1 bis 2 Jahren etliche dieser Behausungen bis oben hin gefüllt und nicht mehr bewohnbar.

Zu Beginn dieses Jahres hat der Naturschutz-, Vogelschutz- und Pilzverein Matzendorf seine fast ausschliesslich selbst hergestellten Nisthilfen mit neuen Nummernschildern versehen und neu inventarisiert, damit auch eine nächste Generation anhand der Karten und Listen deren Standorte punktgenau auffinden kann. Die Bevölkerung wird in diesem Zusammenhang aufgerufen, aufgefundene, am Boden liegende oder undichte, beschädigte Nisthilfen wenn möglich mit Angabe der versehenen Nummern dem nvpm persönlich, telefonisch oder per Internet (nvpm@gmx.ch oder www.nvpmatzendorf.ch) zu melden. Besten Dank! Im Übrigen darf darauf hingewiesen werden, dass gerade in der aktuellen Jahreszeit das Brutgeschäft etlicher heimischer Vögel beim Nistmaterial- und Futtereintrag aus einiger Distanz – etwas mehr als die zwei Meter der «Corona-Pandemie» - beobachtet werden kann. Der nvpm steht für weitere Auskünfte jederzeit – auch während der mit Einschränkungen behafteten ausserordentlichen Lage - gerne zur Verfügung.

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