Siegerfohlen „Airline vom Ebnet“ erkoren

Am vergangenen Samstag fand auf dem Sandplatz des Kavallerie Reitvereins Balsthal-Thal die Fohlenschau der Pferdezuchtgenossenschaft Solothurn Warmblut statt. 13 Fohlen standen im Rampenlicht und zeigten sich von ihrer schönsten Seite.

An der Fohlenschau werden die Fohlen erstmals identifiziert, das heisst, sie werden gezeichnet, nach Wirbeln untersucht und durch den Tierarzt gechippt. Auch das Brandzeichen „CH“ kann an diesem Tag aufgebrannt werden.

Zum eigentlichen Höhepunkt folgte dann die Beurteilung durch zwei Richter. Adrian Oehrli und Thomas Salzmann beurteilten die Fohlen nach Typ, Körperbau und Gang, jeweils mit den Noten 1-9. Den Züchtern ist bewusst, dass diese Noten eine Momentaufnahme sind, und dass sich das Fohlen zukünftig sowohl positiv als auch negativ verändern kann. Nicht selten können die Fohlen am besagten Tag nicht ihr Schönstes Ich zeigen. In diesem Fall gilt es für den Züchter, die Nerven zu behalten und darüber hinweg zu schauen.

Warum finden denn solche Fohlenschauen eigentlich noch statt? Im Prinzip will jeder Zuchtverband, und in diesem Fall der Zuchtverband Schweizer Sportpferde, seine Zucht ständig verbessern und damit auch Mängel wie z.B. Bockhufe eliminieren. Das bedeutet nicht, dass ein Pferd mit Bockhuf umgehend zum Schlachter muss, sondern lediglich, dass man mit diesem Tier nicht unbedingt züchten soll und es stattdessen als Freizeit- oder Sportpartner einsetzen soll.

In Balsthal konnten sich vier Fohlen für das Fohlenchampionat, das am Bettagswochenende in Avenches stattfindet, qualifizieren. Dazu braucht es aus den drei Noten mindestens eine Summe von 24. Es waren dies das Hengstfohlen „Polarstern“ aus der Zucht von Hans Knörr aus Nennigkofen, das Stutfohlen „Katniss vom Eigen“ gezüchtet von der bekannten Springreiterin Barbara Schnieper und ihrem Mann Urs Wiggli aus Seewen und „Karna“ aus dem Stall von Paul Käser aus Kriechenwil.

Eindeutig als Siegerfohlen präsentierte sich mit den Noten 9/8/9 „Airline vom Ebnet“ aus der Zucht von Geraldine und Gerhard Bieli aus Mümliswil.