"Leise rieselte der Schnee..." und überzog die Landschaft mit einem Hauch Weiss, als, wie „Alle Jahre wieder..." der Stundenhilfeverein (Haushalthilfe) Niedergösgen im Dezember zum Seniorennachmittag ins ref. Kirchgemeindehaus einlud.  80 Gäste durfte die Präsidentin Gaby von Arx-Geiser zu diesem vorweihnachtlichen Nachmittag begrüssen.

Die Schüler der 4. Primalklasse von Frau N. Kohler boten den Anwesenden mit dem Musical „Ein Stern der nicht leuchten wollte" eine tief berührende und beeindruckende Vorführung. Was wie eine Geographiestunde mit einer Nachtwanderung begann, bei der ein Astrologe den Sternenhimmel erklärte,  endete bei der Geburt Christi, dem wahren Inhalt von Weihnachten. Mit den Anfangsbuchstaben des Satzes:" Mein Vater erklärte mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel" kann man sich alle wichtigen Planeten merken, nämlich: Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Sie alle leuchten nebst den kleinen Kometen und versinnbildlichen Hoffnung, Liebe, Freunde und Glück. Ein junger Sterne fühlte sich zu nichts nutze und war traurig. So suchten ihm die grossen Sterne eine besondere Aufgabe. Er erhielt den Auftrag, die drei Weisen zum König zu führen. Nach einem Umweg zum Palast von Herodes, der ob der Kunde, dass ein Kind geboren werde, das als König erkoren sei, erschrak, entfaltete der kleine Stern seine ganze Leuchtkraft um die drei Weisen vom machtgierigen Herodes wegzulocken und leuchtet diesen den Weg zu einem Stall in Bethlehem. Dort fanden sie das Kind,  der König ,der vom Volk schon lange erwartet wurde, und verehrten es. Der kleine Stern wurde durch diese Aufgabe zum grossen Stern, von der die Menschheit bis heute mit Ehrfurcht als „Stern von Bethlehem" spricht. Das Musical  zog in seinem Schlusslied Parallelen zu den Menschen und verkündete die Botschaft, dass jeder Mensch mit „kleinen" Taten zum grossen Stern für seine Mitmenschen werden kann, z. b. durch einen verständnisvollen Blick, ein liebes Wort, ein Lächeln, ein verstehendes Wort oder durch vorbildliches Handeln usw. Die Kinder sprachen laut und deutlich und spielten ihre Rollen mit der ihr eigenen Unbekümmertheit, voller Hingabe und Einfühlungsvermögen. Die Atmosphäre im Raum liess spüren, wie die Anwesenden ergriffen und tief berührt waren und manch einer wischte sich verstohlen eine Träne aus den Augen. Der kaum enden wollende Applaus war auch ein Kompliment und ein grosses Dankeschön an die Lehrerin Frau N. Kohler, die es verstanden hat, die Kinder zu motivieren, zu begeistern, was überhaupt eine solch eindrückliche Darbietung erst ermöglicht. Die anschliessend  unter der Leitung von Frau S. Bucher gemeinsam gesungenen Weihnachtslieder vertieften die weihnachtlich- andächtige Stimmung unter den Anwesenden. Was wäre Weihnachten ohne ein feines Essen. So fanden, die frisch zu bereiteten belegten Brötli hungrige Abnehmer und die feine Schwarzwäldertorte mundete allen. In der Dämmerung verabschiedeten sich die dankbaren Gäste mit einem herzlichen Dankeschön. Viele hatten noch mit einem glücklichen Glanz in den Augen nach diesem emotionalen Nachmittag. Die Stundenhilfe wünschte allen gemütliche Weihnachtstage und einen guten Start ins 2010 und freut sich, viele SeniorenInnen am 20. Januar 2010 zum Lotto spielen begrüssen zu dürfen. (h.h.)