Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Aargau

Ohne betreuende und pflegende Angehörige wäre vieles undenkbar

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Sechs Non-Profit-Organisationen verteilten am 30. Oktober, am Tag für pflegende und betreuende Angehörige, im Aargau und in Solothurn Schokoladenherzen. Unter dem Motto «Selbstbestimmt leben – ohne betreuende Angehörige wäre vieles undenkbar» drücken sie damit diesen Menschen ihre Anerkennung und Dank aus und machen auf deren unverzichtbare Arbeit aufmerksam.

Aargau/Solothurn.- In der Schweiz leisten rund 330'000 Menschen unentgeltlich Pflege- und Betreuungsarbeit für nahestehende Personen und das oftmals neben ihrem Beruf und anderen Verpflichtungen. Gemäss Bundesamt für Statistik wurden im Jahr 2016 so 80 Millionen Stunden unbezahlte Arbeit geleistet. Müsste man diese Arbeit bezahlen, so würde sich die Rechnung auf 3,7 Milliarden Franken belaufen. Auf diese Tatsache machen die sechs Non-Profit-Organisationen am 30. Oktober, dem Tag für pflegende und betreuende Angehörige, aufmerksam. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Organisationen verteilen an diesem Mittwochmorgen an 12 Standorten im Aargau und Solothurn ihre Schokoladenherzen und laden zum Gespräch ein.

Entlastung für die Angehörigen

Viele Menschen entscheiden sich dazu, ihre Angehörigen zu pflegen und zu betreuen. Oft beginnt die Betreuungs-/Pflegesituation mit kleineren Unterstützungsleistungen im Haushalt und entwickelt sich dann zu einer umfassenden Aufgabe. Die Betreuung bringt oft vielfältige Belastungen mit sich: Verfügbarkeit rund um die Uhr, Vereinbarkeit von Beruf und Pflege, finanzielle Aspekte usw. Die sechs Organisationen beraten und unterstützen pflegende Angehörige mit einem breiten Dienstleistungsangebot. «Meine Frau ist seit kurzem auf Pflege angewiesen», meint ein Passant, während er das Schokoladenherz auspackt, «es freut mich, mit diesen Organisationen jetzt Ansprechpartner gefunden zu haben.» Wer sich frühzeitig informiert und Hilfe in Anspruch nimmt, verhindert eine physische und psychische Erschöpfung, die oft mit dieser wertvollen, aber auch anspruchsvollen Aufgabe einhergeht.

Die Herzen sind weg, der Dank bleibt

Kurz vor dem Mittag endet die Aktion. Die Schokoladenherzen sind weg, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben nur noch leere Körbe in der Hand, aber ein Lächeln auf den Lippen. Sie konnten pflegenden Angehörigen ihren Dank aussprechen, viele Personen für das wichtige Thema sensibilisieren und zeigen, wo man sich Hilfe holen kann.

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