Mit dem diesjährigen Theaterabend des Sport- und Turnvereins und der Männerriege Aeschi ging am Wochenende ein regelrechter Generationenwechsel erfolgreich über die Bühne. Neue, junge Darsteller und ein neuer Regisseur zeigten das Stück «Blaus Bluet und Erbslisuppe». Dem Publikum gefiel es.

Alle zwei Jahre studiert ein Team unter der Leitung des Sport- und Turnvereins (STV) und der Männerriege Aeschi ein Theaterstück ein, um dies an drei Vorführungen an einem Wochenende zu zeigen. Am 3. und 4. März war es wieder so weit. Dabei blieb aber nicht alles beim Alten. Nachdem die langjährige Regisseurin Sabine Aebi vor zwei Jahren das Zepter aus der Hand gegeben hatte, hatten die Vereine einen neuen Leiter des Theaterteams gesucht – und mit Max Ammon aus Niederönz gefunden. Auch innerhalb der Theatertruppe gab es zahlreiche Wechsel.

Halbe Truppe neu

Nicht weniger als vier der acht Darsteller standen zum ersten Mal für die Turnvereine auf der Bühne. Darunter Eric Reichenbach. Ihm hatte Regisseur Ammon denn auch gleich die Hauptrolle zugeteilt. Bei den Proben sei er ein wenig im Schilf gestanden. «Ich konnte nicht einschätzen, ob ich es gut mache oder nicht», sagt Reichenbach im Hinblick auf seine fehlende Erfahrung. «Mit den ersten Reaktionen des Publikums und dem hohen Adrenalinspiegel war die erste Nervosität aber wie weggeblasen.» Mit Verena Abt konnte eine erfahrene Souffleuse ein weiteres Mal engagiert werden.

Neureiche treffen Adelige

Eric Reichenbach spielte Otto Neureich, einen Familienvater und ehemaligen Betreiber einer Imbissbude, der durch eine Erbschaft zu viel Geld gekommen ist. Seine Frau Ottilie (Daniela Glauser) will nun die Tochter Bettina (Melanie Stöckli) in adelige Kreise verheiraten. Diese ist aber verliebt in Butler Jean (Remo Zaugg) und schiebt deshalb Hausmädchen Susi (Irene Aebi) und Köchin Berta (Gaby Zaugg) vor, um mit Gräfin Adele Romandeux (Selina Wüthrich) und ihrem Sohn Hugo (Luc Schmid) anzubandeln. Verwirrung und anschliessendes Happy End waren garantiert.

Die Truppe habe es sehr gut gemacht, bilanzierte Regisseur Max Ammon nach den drei Vorstellungen. «Alle haben viel Eigeninitiative gezeigt.» Viel Lob hatte er auch für den Hauptdarsteller übrig: «In den Vorstellungen ist er regelrecht aufgeblüht.»

Auch Melanie Hirt, Co-Präsidentin des STV Aeschi freut sich über die neue Zusammensetzung des Schauspielerteams: «Das Publikum war begeistert.» Die Rollen waren sehr treffend besetzt. Etlicher Szenenapplaus und viele Lacher zeigten, dass die neue Truppe ihre Sache hervorragend machte.