Handball NLA

Nahe dran an Punktgewinn gegen Meister Kadetten Schaffhausen

Timothy Reichmuth (Suhr). Copyright by: foto-net / Alexander Wagner

Das NLA-Team des HSC Suhr Aarau gastierte zum Auftakt der Finalrundenabschliessenden Woche beim Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen. Die Aarauer verloren das Auftaktsspiel gegen die Kadetten mit 22:26.

Das NLA-Team des HSC Suhr Aarau kehrt leider mit leeren Händen von seiner letzten Finalrunden-Auswärtsreise des Jahres 2018 nach Hause: beim Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Misha Kaufmann, die ein starkes Spiel zeigte, letztlich knapp mit 22:26.

Zur Pause führte der Gastgeber vor 490 Zuschauerinnen und Zuschauern in der BBC-Arena mit 12:10. Matchwinner für die Orangen war Torhüter-Oldie Nikola Marinovic, der nach seiner Einwechslung in der 43. Spielminute nur noch sechs Gegentore zuliess bzw. seinerseits sieben wichtige Paraden zeigte.

Der weiterhin dezimierte HSC Suhr Aarau hielt bis zum 3:3 in der 7. Spielminute vorerst Anschluss, ehe Manuel Liniger mit einem Hattrick den 6:3 Vorsprung im Alleingang herauswarf.

Weil Tim Aufdenblatten und Co. jedoch stets Lösungen im Angriff fanden und sich auf ihre gefürchtete 5:1-Abwehr mit starkem Rückhalt Dario Ferrante verlassen konnten, hielten sie stets Anschluss mit dem Serienmeister. Dieser liess zwar den 9:9 Ausgleich in der 24. Spielminute zu, geriet jedoch auch diesmal dank Manuel Liniger nicht in Rückstand.

Sein nun sehenswerter Doppelschlag per Siebenmeter sowie eine Zeitstrafe gegen Milan Skvaril, der nach persönlicher Pflege auf dem Spielfeld ein Angriff zu früh wieder ins Spielgeschehen eingriff, führten zur knappen 12:10-Pausenführung der Gastgeber.

Zum Improvisieren gezwungen

Im zweiten Durchgang sah sich der HSC Suhr Aarau dann noch stärker zum Improvisieren gezwungen, musste auf Tim Aufdenblatten erst offensiv und defensiv, nach dem Ausfall von Martin Prachar dann nur noch offensiv, verzichten und griff entsprechend früh zum Mittel des siebten Feldspielers.

Dieses fruchtete derart, dass Patrick Strebel auf das 14:14-Unentschieden von Timothy Reichmuth, den ersten Führungstreffer seines Teams zum 15:14 in der 40. Spielminute herbeiführte. Mit dem Torhüterwechsel vom soliden Kindle zum routinierten Marinovic gelang Kadetten-Trainer Arno Ehret dann der entscheidende Schachzug.

Der Oldie entschärfte mehrmals sehenswert und entnervte so beispielsweise den ansonsten so abgeklärten Timothy Reichmuth, der sinnbildlich für die Phase, die die dezimierten Gäste nun einzogen, zwei Mal scheiterte und einmal beim Ansetzen zum Wurf den Ball verlor.

Marinovics Vorderleute bestraften dies in der Folge ohne zu brillieren und setzten sich bis zur 49. Spielminute auf 19:16 ab. Zwar hielt der als Kollektiv aufopfernd kämpfende HSC Suhr Aarau bis zuletzt mit, brachte sich aber leider nicht mehr in Position, um mindestens einen Punkt zu gewinnen, der die Hoffnung auf die Eroberung des fünften Tabellenplatzes vom HC Kriens-Luzern (sofern dieser in seinen verbleibenden beiden Partien keine Punkte mehr geholt hätte) am Leben gehalten hätte.

So wird das Team von Misha Kaufmann die Finalrunde auf dem sechsten und letzten Platz abschliessen und in den Playoff-Viertelfinals auf den Drittplatzierten treffen. Im abschliessenden Spiel gegen den BSV Bern Muri vom Sonntag, 18. März 2018 (18.00 Uhr Schachenhalle) will es jedoch erneut mit aller Kraft versuchen, als Sieger vom Platz zu gehen - so wie es in der diesjährigen Finalrunden-Kampagne bereits zwei Mal und gar erstmals in der Vereinsgeschichte überhaupt gelang.

Sehen Sie hier nochmals die Partie im Livestream nach:

Livestream: Kadetten Schaffhausen - HSC Suhr Aarau (15.03.2018)

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