Reisebericht OT (ca. 2500 Anschläge)

Männerturnverein Obergösgen, Reise vom 15. und 16. September 2018

Erwartungsvoll stiegen 14 Männerturner am Samstagmorgen in den Kleinbus. Hansruedi hatte für unseren 2-tägigen Ausflug viele touristische Leckerbissen ausgesucht. Werner übernahm souverän die Aufgabe des Chauffeurs. Die Fahrt Richtung Jura führte durch die wilde Taubenlochschlucht. Unter dem Licht der morgendlichen Sonne im Rücken schimmerten viele Blätter bereits im spätsommerlichen Rot-Braun. Am Col des Roches stiegen wir in die kalte Finsternis der unterirdischen Mühlen hinunter. Dort stürzt der Fluss durch eine natürliche Höhle hinunter in den Lac des Brenets. Dieses  Gefälle wollte man ausnützen und baute vor 300 Jahren eine unterirdische Mühle mit drei riesigen Wasserrädern. Die Arbeitsbedingungen waren katastrophal: kaum Licht, nasse Steintreppen, glitschige Holzschuhe, keine wasserfesten Kleider, und überall tropfte kaltes Wasser, insbesondere bei Regenwetter.      

Gestärkt durch ein feines Mittagessen in La Brévine fuhren die Biker hinauf nach Le Couvent zur Bergpreiswertung. Wer hat sie wohl gewonnen? Vielleicht sogar Röbi, unser Präsident? Die Wanderer stiegen hinauf zum Creux du Van. Dieser gigantische Felsabbruchwird umhüllt von mystischen Legenden. Quasi die Schweizer Konkurrenz zum US Grand Canion, besucht von unzähligen Touristen, fast mehr aus fern als nah. In Môtiers trafen wir die Velofahrer bereits im Maison de l’Absinthe. Die Geheimnisse dieser Spirituose wurden uns anhand einer Degustation erklärt. Der Geschmack ist geprägt durch das Anis-Gewürz. Diese Pflanze soll bekanntlich gesundheitsfördernd sein, was vom Hauptbestandteil des Absinthe nicht unbedingt gesagt werden kann. Im Maison de l’Absinthe ist auch die Poststelle von Môtiers untergebracht. Verspürt man also Lust auf einen Apero, erklärt man einfach, man gehe zur Post. Alle 9 Gemeinden in diesem Tal haben sich vor 10 Jahren zur neuen Gemeinde Val-De-Travers zusammengeschlossen. Ein weiser Entscheid. Davon könnte man sogar in unserem Kanton Solothurn etwas lernen. 

Auf dem Programm für Sonntag stand die Wanderung durch die Areuse Schlucht. Sie liegt inmitten einer stark bewaldeten und recht wilden Gegend. Der letzte Bär sei vor 250 Jahren erlegt worden. Heute ist diese Gegend ein Jagdbanngebiet. Somit stellt sich die Frage: wann treffen wir dort wieder Luchse oder gar Bären an? Der Weg durch die Schucht, schmal und oft treppab und wieder treppauf, zwang die Biker auf eine radfreundlichere Route. Zum Mittagessen Im Hotel de la Truite trafen sie wieder ein. Das Menu, natürlich eine Forelle, sehr schmackhaft zubereitet, gab die notwendige Energie für den letzten Abschnitt. Noch ein gemütlicher Kaffeehalt im Café du Pont in Boudry, und schon ging’s auf die Rückfahrt nach Obergösgen

Ein ganz grosses Dankeschön gebührt Hansruedi für die perfekte Organisation der Reise, sowie Werner für die sichere und zügige Fahrweise mit dem Kleinbus.

 Peter Businger