Naturschutzverein

Morgenexkursion des Naturschutzvereins Gansingen

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Am Sonntagmorgen um 7 Uhr stehen 25 Interessierte beim Reservoir Galten in Gansingen für die Morgenexkursion des Naturschutzvereins Gansingen bereit. Die fünf Kinder erhalten vom Exkursionsleiter, Meinrad Bärtschi, gleich am Anfang einen Spezialauftrag für die nächsten zwei Stunden. Sie sollen auf dem ganzen Weg nach Käfern und weiteren Insekten Ausschau halten, diese in speziellen Insektenbechern einfangen und dem Exkursionsleiter zur Bestimmung bringen. Mit grossem Eifer werden unzählige Krabbeltiere vorsichtig eingefangen, bestimmt und danach wieder in die Freiheit gelassen. Der «Dunkle Zierbock» erfreut Meinrad Bärtschi besonders, da er diesen noch nie gesichtet hat. Neben Soldatenkäfer, Stachelkäfer, Wanzen und Langhornmotte wird unter anderem die Weltmeisterin im Hochsprung eingefangen. Die Blutzikade ist nur 1 cm gross und kann bis zu 70 cm hoch springen. Gespannt werden die Exemplare auch unter den Erwachsenen weitergereicht, und man verfolgt die detaillierten Erklärungen.

Der Spaziergang durch den Wald führt bis zum Gugli. Hier werden vom Naturschutzverein seit Jahrzehnten Magerwiesen gepflegt. In den letzten zwei Jahren sind am Waldrand Buchten als Rückzugsorte ausgelichtet worden. Die Vielfalt der Pflanzen ist in diesem Bereich riesig. Den Teilnehmern werden die Besonderheiten von Klappertopf, Wolfsmilch, Immenblatt, Aufrechter Trespe, Orchideen, Salomonssiegel und vielem mehr erläutert. Spannend mit welchen Taktiken die Pflanzen ihre Fortpflanzung sicherstellen.

Natürlich wird immer wieder angehalten und man lauscht nach Vogelstimmen. Einige der 6 bis 7 Millionen Buchfinken, die jährlich während der Aufzucht der Jungen in der Schweiz leben, sind zu hören. Der Zaunkönig baut drei Nester und mehr und bedient oft mehrere Weibchen. Wenn viele Mäuse in einem Waldgebiet leben, zieht dies entsprechend mehr Jäger, wie Füchse und Marder, an. Dadurch werden Bodennestplätze der Waldlaubsänger aufgespürt und beeinträchtig. Grosse Mauspopulation im Forst bedeutet, dass die Menge der Waldlaubsänger jeweils abnimmt. Konzentriert wird gelauscht, Meinrad Bärtschi erklärt und zeigt die Bilder der Vögel. Jeder hat heute mit grosser Sicherheit etwas dazugelernt.

Als Abschluss in der Galter Waldhütte wartet die Glut in der Feuerschale, Grillspiesse und Würste sind bereit. Die Teilnehmer bräteln, stärken sich und lassen den Morgen in einer gemütlichen Runde ausklingen.

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