Mountainbike / Fourcross

Leibstadter Fourcrosser auf Formsuche: Am European-4Cross-Series-Rennen können die Aargauer nicht überzeugen

Die beiden Mountainbiker Jan Evers (Nr. 11) und Ingo Schegk (Nr. 17) im Training.

Die Leibstadter 4Cross Biker konnten auch im deutschen Winterberg nicht ganz bei der Vergabe der Podestplätze mitreden und mussten sich mit Plätzen im Mittelfeld zufrieden geben. Zusätzlich prägten mehrere Stürze das Rennnen.

Der dritte Lauf der European 4 Cross Series wurde im Rahmen des IXS Dirt Masters Festival im deutschen Winterberg ausgetragen. An den Start gingen mit den beiden Elitefahrern Jan Evers und Ingo Schegk sowie mit dem Nachwuchsfahrer Fabian von Arb (U13) sowie seinem Vater René von Arb (Masters) vier 4Crossler vom VC-Leibstadt.

Als erster trat Fabian von Arb zu seinem Qualifikationslauf an. Die ersten beiden Geraden gelangen ihm sauber und er hatte ein gutes Tempo, bis er leider in der dritten Geraden bei einem Sprung etwas zu kurz landete und schwer stürzte.

Für den jungen Mann und seinen Vater endete der Wettkampf mit einem Spitalbesuch leider vorzeitig. Glücklicherweise hat sich Fabien nicht schwer verletzt.

Bei der Qualifikation bei den Besten

Ingo Scheck gelang gegen die starke Konkurrenz aus Deutschland, Tschechien und Polen ein sehr guter, in den rutschigen Kurven jedoch kontrollierter Lauf, was mit dem glänzenden 5. Platz belohnt wurde.

Etwas zu viel auf Sicherheit bedacht war bei seinem Lauf Jan Evers, was für ihn lediglich den 16. Qualifikationsrang und damit ein Nachteil bei der Starteinteilung bei den Finalläufen bedeutete. Ein schlechter Qualifikationsrang ist in Winterberg aufgrund der wenigen Überholmöglichkeiten ungünstig.

Ingo Schegk im kleinen Final

Die beiden Leibstadter konnten sich ohne grössere Probleme via 1/8-Final für den ¼-Final qualifizieren, wo sie auf wesentlich stärkere Gegner trafen. Gegen den mehrfachen Deutschen Meister und WM-Bronzemedaillengewinner 2015 Benedikt Last und gegen den starken Deutschen Klaus Beige war auch wegen der ungünstigen Startposition am Gate nichts auszurichten, womit Evers als Laufdritter ausschied und den 12. Schlussrang belegte.

«Ich bin gegen starke Gegner ausgeschieden, die nicht umsonst im Schlussklassement die Plätze 1 (Last) und 2 (Beige) belegten», meinte der mit seiner Leistung zufriedene Jan Evers. Besser lief es für Ingo Schegk im ¼-Final. Als zweiter seines Laufs konnte sich der Klingnauer nach hartem Kampf für den ½-Final qualifizieren.

Noch härter waren die Duelle im ½-Final. Auch hier zeigte sich, dass eine schlechte Starposition kein Vorteil ist. Schegk nahm viel Risiko und stürzte schwer. Trotz geprellten Fingern und mit einem nicht ganz passenden Ersatzvelo trat Schegk wenige Minuten nach dem Sturz zum kleinen Final an, wo er aufgrund seines Handicaps chancenlos blieb und mit Platz 8 vorlieb nehmen musste.

Schweizermeister Simon Waldburger fehlt

«Ich habe es im kleinen Final versucht, wurde aber schon beim Start durchgereicht. Am Ende war es der 8. Platz. Das ist nicht, was ich wollte. Ich spürte aber, dass der Speed für eine Top 4-Klassierung vorhanden war», kommentierte ein enttäuschter Schegk sein Rennen.

In den ersten drei Saisonrennen zeigte sich, dass der Ende 2018 zurückgetretene, amtierende Schweizermeister und Seriensieger Simon Waldburger in der 4Cross-Szene Schweiz eine grosse Lücke hinterlassen hat. Beim VC Leibstadt trainieren gegenwärtig viele junge Biker, die vielleicht die Lücke hinter den arrivierten Cracks wie Ingo Schegk, den Gebrüder Evers und André Graf schliessen können.

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