Für den TC Froburg Trimbach ist es bereits die fünfte Saison in der NLA. Mit Luca Giacomelli, Luca Keist, Vulnet Tashi, Jeremy Moser und Nico Borter haben die Froburger in der Vergangenheit immer wieder regionale Nachwuchsspieler in der NLA eingesetzt - die meisten aus der eigenen Trimbacher Tennisschule.

«Zu sehen, wie die Jungen an die Aufgabe heran gehen und sich dabei Jahr für Jahr entwickeln, macht Freude – einer der Hauptgründe, warum wir uns in der NLA engagieren», sagt Clubpräsident Marco Meyer. Nicht nur auf dem Platz, auch im Umfeld, im OK haben die Trimbacher jedes Jahr dazu gelernt. Die Heimspiele werden mittlerweile als regelrechte Events zelebriert, mit umfangreichem Gastro-Angebot, Bar und VIP-Bereich, bekocht durch den Trimbacher Gourmet-Spezialist, Arno Sgier. Für Zuschauer gibt es ausserdem Würste, Hamburger und Asia-Food.

Ehrat und Marti gesetzt

Dadurch nehmen die Froburger den einen oder anderen Franken ein, um Verstärkungsspieler verpflichten zu können. «Ohne diese geht es auf dem Niveau nicht», sagt Meyer. Massgebliche Unterstützung gibt der Mannschaft eine Sponsorengruppe um den TC Froburg-Ehrenpräsidenten Peter Gubler. «Er hält das Ganze zusammen und will der Region attraktives Tennis bieten», so Meyer. Zwei ausländische Verstärkungsspieler werden deshalb wohl auch in diesem Jahr dabei sein. Die ehemaligen Schweizer Nationalspieler Yann Marti und Sandro Ehrat gelten als gesetzt.

Der Walliser Yann Marti war schon Schweizer Meister in der Elite.

Der Walliser Yann Marti war schon Schweizer Meister in der Elite.

Der Schaffhauser Ehrat bereits zum dritten Mal. Der Walliser Yann Marti nimmt die vierte Saison für die Froburger in Anrgiff – allerdings mit Fragezeichen: Ihn plagt seit mehr als einem Jahr eine Ellbogen-Verletzung, weshalb die Froburger im vergangenen August bereits nach der zweiten Runde auf ihn verzichten und die Zielsetzung kurzfristig revidieren mussten: Statt Finalrunde hiess es fortan Abstiegskampf. Erst in der letzten Runde im Heimspiel gegen Solothurn, in einem dramatischen Krimi, sicherten sich die Froburger den Ligaerhalt.

Solothurner Derby zum Auftakt

In diesem Jahr stehen die Vorzeichen anders: Gleich in der ersten Runde, am Dienstag, 31. Juli, kommt es ab 11 Uhr zum Solothurner Derby: Schützenmatte gegen Trimbach. «Wenn man bedenkt, dass wir im vergangenen Jahr die beiden letzten Plätze untereinander ausgemacht haben, fällt diese Partie ins Gewicht. Wir müssen von Anfang an parat sein», sagt der Trimbacher Coach Bartolome Szklarecki.

So überrascht es nicht, dass im Vorfeld der Partie viel Gesprächsstoff vorhanden ist. Ein Thema ist Mischa Lanz. Der Hägendorfer hat sich mit den Froburgern über einen Transfer geeinigt und schliesst sich den Trimbachern an. «Wir freuen uns sehr, dass Mischa in unserem Kader ist. Die Talente aus der Region in der Trimbacher NLA-Mannschaft einsetzen, ihnen eine Chance zu geben – dieses Ziel hat uns seit Beginn unseres NLA-Abenteuers begleitet», sagt Froburg-Päsident Marco Meyer.

2015 gelang den Trimbachern auf diese Weise gar die ganz grosse Überraschung: Gegen GC Zürich im Halbfinal und Genf Eaux-Vives im Final setzte man sich jeweils hauchdünn durch und holte sensationell den Schweizermeister Titel, auf Position sechs stets einer der Junioren agierend. 

Henri Laaksonen: Spielt er für Solothurn?

Henri Laaksonen: Spielt er für Solothurn?

Spielt Laaksonen bei Solothurn?

Für den Wechsel von Mischa Lanz von TC Schützenmatte zum TC Froburg Trimbach sind noch nicht ganz alle Formalitäten geregelt. Bis Ende Woche haben die Mannschaften Zeit, ihr definitives Kader zusammen zu stellen. Danach können keine Spieler mehr nachgemeldet werden. Eine weitere Frage: Spielt Henri Laaksonen, der aktuell beste Schweizer, der in der NLA eingesetzt werden darf, dieses Jahr für Solothurn? Und wie fit ist der Trimbacher Yann Marti? Antworten gibt es ab dem ersten Spieltag.