Bereits zum 15. Mal gastierte das Jugendlager des Solothurner Turnverbandes in Elm im glarnerischen Sernftal. Nicht ganz regenfrei, aber mit tollen Erlebnissen ging die Woche für 64 Kids zu Ende.

Daniel Häfliger/SOTV

Am Sonntag, 24. Juli hiess es an verschiedenen Orten im Kanton Solothurn Abschied nehmen: „De machs guet im Jugilager und gniess die wuche!“ oder vielleicht auch „Es goht scho guet, muesch nid längi zyt hat, es si jo ganz vieli anderi chinder dört“. Nach der offiziellen Begrüssung durch Julia Isch, Hauptverantwortliche des Lagers und ihre 13 Leiterkolleginnen und –kollegen, sowie die 4-köpfige Küchencrew hiess es zuerst „Einpuffen“. Nein, es soll eben gerade kein Puff herrschen in den Zimmern, eine gewisse Ordnung ist schon fast überlebenswichtig bei einer so lebhaften und zahlreichen Schar.

Willkommen und auf Wiedersehen.

Nur kurze Zeit bevor der SOTV im Gemeindehaus das Zepter für eine Woche übernahm wurde der Wechsel beim Abwarte Ehepaar vollzogen. Die kleine Unsicherheit, ob sich viel ändern würde, wich rasch einer super Zusammenarbeit. Auch das Küchenteam, das letztes Jahr seinen Einstand gefeiert hatte, wurde nur einmal, nämlich die ganze Woche, für die feinen Speisen gelobt. Gleiches konnte das Leiterteam für sich in Anspruch nehmen, sie sorgten für Spannung, Stimmung und Abwechslung im und um das Haus. Michael Fürst ist ein alter Leiterhase, er war ununterbrochen die letzten 15 Jahre in Elm dabei. Mit dem diesjährigen Lager zieht er sich nun zurück. Er durfte ein herzliches Dankeschön und Gratulation bereits am Mittwoch von Antje Lässer, Kantonalpräsidentin, entgegennehmen. Sie besuchte zusammen mit Lorenz Freudiger, Technischer Leiter und Peter Studer, Verantwortlicher Abteilung Jugend im SOTV die muntere Schar.

Wanderung: einmal super, einmal super Gewitter.

Die Älteren brachen am Mittwoch zur zweitägigen Wanderung auf und gerieten just am Nachmittag in ein Gewitter. Nach der Übernachtung in der SAC-Hütte folgte dann am Donnerstag bestes Wanderwetter. Die Jüngeren profitierten davon und genossen ihrerseits die Umgebung von Elm per pedes.

Spiel, Spass und Wettkampf.

Jeder Tag hatte ein abwechslungsreiches Programm: Volleyball, Maxitrampolin, Weitsprung, Riesenmikado, am Mittwochabend Steckenbrot am Lagerfeuer backen und vieles mehr. Auch das dem schreibenden nicht bekannte „Werwolf-Spiel“ ist bei den Kids und Leitenden der Hit gewesen. Der Höhepunkt am Freitag und vielleicht auch der Woche war der Bunte Abend, organisiert von der Gruppe 1 (den Älteren). Bevor es ca. 22 Uhr Zeit für die letzte Nachtruhe war, wurde fleissig gespielt: Tanz-Battle, Pantomime und Tiergeräusche erraten, Impro-Theater und anderes mehr.

Leider gehen schöne Zeiten gefühlt viel schneller zu Ende als langweilige. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und es geht ja nur knapp ein Jahr, bis es wieder heisst: „Hei Kids, auf nach Elm!“ Mit vielen Erinnerungen im Herzen ging die Fahrt im Car am Samstag wieder Richtung Olten / Solothurn, zurück dorthin, wo vor Wochenfrist die Erlebniswoche ihren Anfang hatte und wo Eltern und Geschwister gespannt auf ihre Schützlinge warteten.