Makellos ist sie, die Bilanz der Zürcher. Anders als im letzten Jahr, als die Lakers einen veritablen Fahlstart hinlegten, führt Stäfa in dieser Saison die Meisterschaft nach fünf Spielen souverän an. Nur gerade der NLA-Absteiger TV Endingen weist eine gleich starke Bilanz auf, bei noch besserer Tordifferenz. Aber auch wenn die Lakers deswegen «nur» Zweiter sind, kann das bevorstehende Spiel gegen den TV Solothurn als Spitzenkampf bezeichnet werden. Für die Solothurner geht es darum, den Anschluss an die Topplätze zu halten, will man die Saison ähnlich erfolgreich gestalten wie im letzten Jahr. Die Gäste von der Goldküste wollen nach ein paar mageren Jahren endlich beweisen, dass sie nicht nur vom Budget her zu den Topteams der NLB zählen.

Toptransfer und ein alter Bekannter

In den letzten beiden Spielzeiten wollten die Zürcher in die NLA aufsteigen, nachdem sie vor drei Jahren abgestiegen sind. Dafür haben die Zürcher ihre Mannschaft jeweils aufgerüstet. Das Ziel wurde jedoch nicht erreicht und beide Saisons endeten klar hinter den Aufstiegsplätzen. Im Vorfeld der aktuellen Meisterschaft sprach der Klubpräsident denn auch von «falschem Ehrgeiz» in der Vergangenheit.

Das Aufrüsten mit Topspielern können sie am Zürichsee dann aber doch nicht ganz lassen. So holten die Lakers mit Philipp Seitle einen der besten Skorer der letztjährigen NLB in ihre Reihen. Seitle stand im letzten Jahr noch bei Ligakonkurrent STV Baden unter Vertrag und hatte dort massgeblichen Anteil an einer überragenden Saison der Aargauer. Ein weiterer Zugang, der den Solothurnern nicht ganz unbekannt sein dürfte, ist der ehemalige TVS-Junior Patrick Murbach. Der Torhüter spielt seit einigen Jahren vorwiegend in der Ostschweiz und kam auf diese Saison hin von Frauenfeld zu den Lakers.

Kann der TVS den Lauf von Stäfa brechen?

Genau an den Torhütern, oder der gesamten Defensive, wird sich auch das Spiel vom kommenden Samstag entscheiden. Traditionell sind die Lakers Stäfa eine sehr offensive Mannschaft. In allen bisherigen Saisonspielen erzielten die Zürcher mehr als 30 Tore. Im letzten Match waren es sogar 40. Doch so stark sie im Angriff agieren, so anfällig sind sie in der Verteidigung. Denn der Schnitt der Gegentore liegt auch fast bei 30.

Gegen Mannschaften mit einer starken Verteidigung bekundete Stäfa in der Vergangenheit oft Mühe. Deshalb liegt Solothurn im direkten Vergleich der letzten beiden Spielzeiten auch mit 3:1 vorne. Mit starker Defensive konnte der TVS die Angriffe des Gegners eindämmen und nutzte seinerseits die mangelhafte Deckung aus. Sollte dies den Solothurnern auch im Duell am Samstag gelingen, könnten die Aarestädter den ersten Fleck auf die noch weisse Weste der Gäste machen und in der Tabelle zu Stäfa aufschliessen.