„Aber mein lieber Beethoven, was haben Sie denn da wieder gemacht?“

soll Fürst Nikolaus II. von Eszterházy den Komponisten nach der Uraufführung seiner C-Dur-Messe (1807) gefragt haben. So eine Messvertonung hatte die Welt noch nicht gehört. Konsequent entwickelte Beethoven Rhythmus und Melodie aus dem Sprachduktus, behandelte so den Messetext auf neue, nicht da gewesene Weise – und schuf dabei Momente von ungeheurer Eindringlichkeit und Intensität.

Doch dieses Namenstagsgeschenk für seine Gattin hatte sich der Fürst anders vorgestellt. Verstimmt und wütend soll er umgehend abgereist sein und hat seine C-Dur-Messe für vier Soli, Chor und Orchester bei Drucklegung der Noten schließlich Fürst Kinsky gewidmet.

Nebst der Messe C-Dur, op. 86 von Beethoven erklingt im Konzert des Kammerchors Solothurn die Motette Sciant gentens von Luigi Cherubini: In diesem bisweilen ungewöhnlich leidenschaftlichen Werk spürt Cherubini sensibel der Dramatik des Psalmtextes nach, die dem Werk zugrunde liegen. Cherubini hat in dieser Motette sein ausserordentlich dramatisches Talent auf überzeugende Weise unter Beweis gestellt.

Machen Sie sich einen eigenen Eindruck von der Dramatik Cherubinis und der Innovationskraft von Beethovens Messe!

Kammerchor Solothurn

Barbara Locher, Sopran

Barbara Erni, Alt

Martin Hostettler, Tenor

René Perler, Bass

Orchester Musica viva

Konstantin Keiser, Leitung

Samstag, 20. September 2014, 20.30 Uhr, Kirche St. Marien, Solothurn (Weststadt)

Sonntag, 21. September 2014, 18.00 Uhr, Kirche St. Marien Solothurn (Weststadt)

Vorverkauf ab 9. September bei Lisa Schuhe, Stalden 21, 4500 Solothurn

Tel: 032 622 73 52