Nach sieben Minuten lag Biel mit drei Treffern vorne. Routinier Benjamin Steiger und Teamkollege Lukas Trummer waren dafür verantwortlich. Letzterer verwandelte auch den Siebenmeter zum dritten Treffer für die Gäste. Erst danach markierte der eingewechselte Patrik Vizes den ersten Zähler für Möhlin.

Vorangegangen waren zwei Ballverluste, Fehlwürfe oder abgeblockte Schüsse durch Simon Heyder, dem starken Bieler Torwart. Natürlich kam auch Biel nicht makellos zu den ersten Punkten, aber überzeugte mit mehr Tempo und Druck aus allen Spielsituationen. So kam bspw. Karlo Ladan am Kreis nicht unbehindert zum Abschluss und sah seine Torchance vereitelt.

Erst nach zwölf Spielminuten erwacht Möhlin

Erst mit dem Kraftwurf von Florian Wirthlin in der zwölften Spielminute zum 2:4 schien der TV Möhlin erwacht zu sein. Und nach einem Ballverlust der Bieler und einem Gegenstoss durch Captain Sebastian Kaiser zum erfolgreichen Anschlusstreffer, plus späteren Ausgleichstreffer, war sein Team wieder da (4:4 /14.). Kaiser kämpfte grippegeschwächt, erzielte am Ende sieben Tore und half auch mit die Defensive zu stabilisieren.

Patrik Vizes am Ball.

Patrik Vizes am Ball.

Diese hatte viel zu tun, um den gewichtigen Bieler Kreisläufer Erik L’och in den Griff zu bekommen. Und prompt wurde Maurice Meier just in einer heiklen Phase vom Platz gestellt, als das Gerangel um den slowakischen Kreisläufer in den Augen der Schiedsrichter zu offensichtlich ausfiel.

Trotzdem erhöhte Möhlin das Skore, ging kurz in Führung, ehe sich offensiv wieder Schwächen zeigten. Die Bieler überzeugten nun auch von den Aussenbahnen mit Toren, derweil Möhlin unkonzentriert agierte und zu wenig präzise abschliessen konnte. Der Pausenstand von 8:10 widerspiegelte die Misere im Fricktaler Team unmissverständlich.

Schnelles Angriffsspiel der Gegner 

Die zweite Hälfte begann durchzogen, zwar war Möhlin bemüht aufzuholen, aber leicht machte es Biel ihm nicht. Kaum fiel ein Tor für Möhlin, setzte der Gegner auf schnelles Angriffsspiel und überrumpelte die Möhliner Abwehr und Rok Jelovcan im Tor, welcher ansonsten ausgezeichnet hielt.

Patrik Vizes lieferte aber die nötigen Distanzwürfe und verwandelte auch den Siebenmeter zum 13:13 nach 39 Minuten. Doch die intakten Chancen, die Führung endlich an sich zu reissen, mussten erst mal auf Eis gelegt werden. Die Fricktaler mühten sich in der Folge mit einer Zeitstrafe, dann kurzzeitig mit einer Zweiten und damit personalreduziert ab. Eine von mehreren heiklen Phasen, welche Rok Jelovcan positiv gestaltete und auch erneut Patrik Vices mit seinem erfolgreichen Siebenmeter (16:14 /45.).

Biel mit solider Gesamtleistung

Biel bestach im Gegenzug mit Würfen von allen Positionen und einer soliden Gesamtleistung. So riss der Gastgeber erst ab der 51. Minute durch sehenswerte Treffer die endgültige Führung an sich. Der Abnützungskampf, das Kopf-an-Kopf-Rennen zahlte sich langsam aber sicher aus. Das Publikum liess seiner Begeisterung freien Lauf und auch Nicolas Bamert, zweiter Goalie im Möhliner Team, stand jetzt vor der Bank und feuerte seine Teamkollegen an.

Es wurde aber nochmals eng, als Möhlin den Siebenmeter pariert sah und Biel auf ein Tor herankam. Erst Sebastian Kaiser, der die entscheidende zwei, dann drei-Tore-Führung herbeizauberte und Nicolas Bamert zuvor mit einer Parade, ermöglichten in der 57. Spielminute den ersehnten Sieg.